Bad Kötzting erhält 90.000 Euro für inklusive Mehrgenerationen-Spielplätze

Von Alois Dachs · 17. Juni 2026 um 05:00

Den jüngsten Bürgern der Stadt Bad Kötzting gehört nicht nur die Zukunft, sie brauchen auch Spiel- und Sportmöglichkeiten für ihre Entwicklung. Dem wollte der Landtagsabgeordnete und Stadtrat Julian Preidl (Freie Wähler), mit einem Antrag Rechnung tragen, der Bad Kötzting nun 90 000 Euro für die Ausstattung von Mehrgenerationen-Spiel- und Fitnessplätzen bringt.

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Den symbolischen Scheck überreichte der Landtagsabgeordnete am Montag bei einem Pressegespräch am Kinderspielplatz in Wettzell an Bürgermeister Markus Hofmann. Der Rathauschef will gemeinsam mit dem Stadtrat mehrere Spielplätze im Stadtgebiet mit sogenannten inklusiven Spielgeräten ausstatten, die beispielsweise auch für junge Rollstuhlfahrer, oder Menschen mit einer Behinderung, nutzbar machen.

Eltern geben Auskunft über ihre Vorstellungen

Die Initiative des Landtagsabgeordneten wurde begleitet von einer Umfrage, an der sich knapp 300 Eltern zu Pfingsten mit ihren Vorstellungen über die Gestaltung von Spielplätzen beteiligten.

Zu ihren Kernforderungen zählten bei der Ausstattung von Kinderspielplätzen Bodenkarusselle, Eltern-Kind-Schaukeln, Kugelbahnen, Seilbahnen, Spielgeräte für die Kleinsten, Wasserspielgeräte und Trampoline. Ein inklusiver Mehrgenerationenspielplatz ist nach Aussage von Julian Preidl ein zentrales Bewegungs- und Begegnungsangebot für die gesamte Bevölkerung. Laut Studien seien aktuell 80 Prozent der Spielplätze nicht inklusiv und selbst die übrigen wären selten barrierefrei.

Viele Maßnahmen sind nötig

Wenn Menschen mit Behinderungen solche Plätze mit nutzen sollten, müssten ein rollstuhlgerechter Untergrund, Hindernisfreiheit, klare Leitsysteme und tastbare Orientierungshilfen vorhanden sein. Auch Geräte müssten barrierefrei gestaltet werden, mit Rampen statt Stufen, unterschiedlichen Griffhöhen und Hilfen zur multisensuellen Orientierung. In Bad Kötzting ist der große Kinderspielplatz im Kurpark ein Haupt-Anlaufpunkt für viele Familien, der seit der Bauphase bereits mehrfach verbessert wurde. Daneben sollen aber auch die Spielplätze in den Ortsteilen aufgewertet werden, informierte Julian Preidl.

Für mich als Bürgermeister sind die Spielplätze im Stadtgebiet ein Dauerthema.Markus Hofmann, Bürgermeister

„Für mich als Bürgermeister sind die Spielplätze im Stadtgebiet ein Dauerthema“, sagte Markus Hofmann. Denn nur wenige Einrichtungen würden von den Bürgern so genau betrachtet. Er schätze deshalb auch besonders Bürgerinitiativen, die sich in mehreren Ortsteilen um Pflege und Unterhalt der Spielplätze kümmern, dadurch den städtischen Bauhof entlasten und selbst aus dem Erlös von Gemeinschaftsveranstaltungen Spielgeräte beschaffen.

Die Stadt habe auch in ihrem Haushalt für 2026 Investitionen für Spielplätze vorgesehen. Die vom Freistaat Bayern auf Antrag von MdL Preidl gewährten 90 000 Euro seien aber ein Geldsegen, der eine Reihe von Maßnahmen für die Gestaltung von Mehrgenerationenspielplätzen ermögliche. Für Julian Preidl, der selbst demnächst zum zweiten Mal Vater wird, haben inklusive Mehrgenerationenspielplätze Modellcharakter für die Zukunft.