Wandern im Trend: Welche Routen 2026 im Naturpark Altmühltal zu empfehlen sind

Die Wandersaison nimmt Fahrt auf, die Temperaturen klettern in die Höhe und die Wanderausrüstung ruft danach, auf Vordermann gebracht zu werden. Doch wo findet man die besten Wanderrouten? Heike Baumgärtner vom Informationszentrum Naturpark Altmühltal hat unserer Zeitung Tipps zum Freizeittrend gegeben.
Als einer der größten Naturparks Deutschlands bietet dieses 3000 Quadratkilometer große Gebiet viel Abwechslung für Wanderer. Es ist geprägt von historischen Phänomenen wie dem Jurameer und seinen heutigen Felswänden und -formationen, Höhlen und Steinbrüchen.
Auch die Urdonau prägt bis heute die Gegend, denn sie ließ weite und mittlerweile zum Teil trockengelegte Flusstäler zurück. Neben alten Steinbrüchen, Höhlen und Fossilien gibt es aber auch Wacholderheiden, Magerrasen, Buchenwälder und Streuobstwiesen, in die sich Schlösser, Burgen, Kirchen und idyllische Ortschaften betten.
Von der Mehrtagestour bis zum Rundweg für einen Tag
Heike Baumgärtner, Pressesprecherin beim Informationszentrum des Naturparks Altmühltal in Eichstätt, hat uns drei der beliebtesten Wanderwege vorgestellt. Angefangen mit der Mehrtagestour des Altmühltal-Panoramawegs, der – je nach Fitnesslevel – mit 200 Kilometern in zehn bis 15 Tagen gelaufen werden kann. „Der Altmühltal-Panoramaweg ist ein Qualitätsweg, also vom Deutschen Wanderverband regelmäßig geprüft“, erklärt Baumgärtner.
An dem Panoramaweg liegen zusätzlich 16 Rundtouren, eine davon ist der Schlaufenweg Nr. 17, beziehungsweise der „Ritter- und Römerweg“ im Anlautertal bei Titting. Die 18 Kilometer lange Strecke, für die man ungefähr sechs Stunden benötigt, führt dabei an der Burgruine Brunneck, dem Limes und dem Römerturm vorbei.
Den Steinzeitjägern und Burgherren auf der Spur
Eine kürzere Tour ist der 12 Kilometer lange Rundweg „Wanderung von Riesenburg durch die herrliche Klamm zur Burg Prunn“, bei der Wanderer nicht nur die Drei-Burgen-Stadt Riedenburg erkunden kann, sondern auch die Kastlhänghöhle, die Steinzeitjägern als Rastplatz diente, sowie die Burg Prunn. „Aktuell ist eine kleine Umleitung am Weg, aber diese paar hundert Meter sind gut ausgeschildert und bilden keine Verschlechterung der Tour“, so Baumgärtner.
Dass Wandern ein beständiger Trend ist, kann uns die Pressesprecherin bestätigen. „Gäste wie Einheimische wollen wandern, suchen naturnahe Erlebnisse – das sehen wir an einer Vielzahl an Anfragen, die bei uns im Informationszentrum Naturpark Altmühltal gestellt werden“, so Baumgärtner, „Viele haben das Bedürfnis, zu entschleunigen, etwas Abstand vom Berufsalltag und von der üblichen Reizüberflutung zu finden.“
Genug Zeit mitbringen und die richtige Vorbereitung
Zu beachten sei gerade bei hochsommerlichen Temperaturen, dass Wanderer genug zu Trinken dabei haben, auf alle Fälle Sonnenschutz auftragen und am besten noch eine Kopfbedeckung aufziehen. Bei allen drei genannten Wegen sollte auch festes Schuhwerk getragen werden, so Baumgärtner. Und weil es an den Wegen so viel zu entdecken gibt, sollte man auch ein wenig mehr Zeit einplanen.