In der Galerie am Burgtor Furth im Wald wurden Tagebücher zu einem Kaktus transformiert

Alexander Costa hat es getan. Zwei Tage lang hat er die Skizzen aus 14 Jahren Tagebuch zeichnen geschreddert. Am Sonntag Vormittag ist daraus eine Skulptur entstanden.
Die Aktion wollten sich viele Kunstinteressierte nicht entgehen lassen. Dementsprechend eng war es in der Kleinen Galerie am Burgtor. Auch Oskar Mühlbauer, neuer Kulturreferent der Stadt, war dabei, als Alfred Bruckner, Vorsitzender des Kunstvereins Freiraum, um elf Uhr die Gäste begrüßte.
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Neben ihm die Hauptperson des Tages, hinter ihm der Reißwolf und vor ihm einige Schnipsel, die davon zeugten, dass Alexander Costa ernst gemacht hat. „Jedes Bild hat weh getan“, bedauerte Bruckner, der bei der Transformation dabei war und ergänzte: „Das hat wohl auch der Reißwolf so gesehen, weil er mehrfach gestreikt hat.“ Wie berichtet, hat Costa seine Tagebücher der ersten 14 Jahre geschreddert und in Pappmaché verwandelt.
Lediglich seine beiden Töchter durften einige Blätter retten, die ihnen besonders am Herzen lagen. Bei der Durchsicht der Blätter seien gute und weniger gute Lebensphasen noch einmal bildlich vor Augen geführt worden, sagte Tochter Lisa.

Im Familienrat habe man sich dazu entschieden, einen Kaktus zu kreieren. Der sei zwar kein klassisches Familiensymbol, wie etwa der Baum. Er habe aber etwas spezielles, das gut zur Individualität der Familie passe. Er stehe für Ausdauer, Schutz und Widerstandsfähigkeit. Künstlerin Patricia Bachl, ohne die er bei der Skulptur, wie er sagte, aufgeschmissen gewesen wäre, half der Familie im Anschluss daran, die Skulptur zu realisieren. Bis 14. Juni können Costas Werke im Rahmen einer Ausstellung jeweils von 16 bis 19 Uhr angesehen und gekauft werden. Der Künstler ist vor Ort.