Verkehrschaos in Furth im Wald nach B-20-Sperrung: Tunnel bleibt vorerst dicht

Freitagvormittag – und die Stadt völlig verstopft: Ein Großteil des Verkehrs, der sonst über die Bundesstraße 20 rollt, muss über Furth im Wald ausweichen. Grund: Der Chambtaltunnel ist gesperrt. Das könnte bis Mitte kommender Woche so bleiben, befürchtet Richard Schaaf, Tunnelsicherheitsbeauftragter am Staatlichen Bauamt Regensburg.
Weder bei der Stadtverwaltung, noch bei Polizei oder beim Straßenbauamt in Regensburg konnte man zunächst genaueres erfahren. Es gab ein technisches Problem, deswegen musste der Tunnel für den Verkehr geschlossen werden. Das geschah schon am Donnerstagabend.
Ein Gewitter könnte verantwortlich sein
Herbert Egner, Chef der Straßenmeisterei Cham beim Straßenbauamt Regensburg, konnte auf Nachfrage unserer Zeitung zunächst keine genauen Angaben machen. Es hat demnach eine Störung der Elektronik gegeben, ein sicherer Betrieb sei deswegen nicht mehr möglich gewesen. Was genau das Problem ausgelöst hat, sei unklar. Möglicherweise sei ein Gewitter der letzten Tage ursächlich gewesen. Eine Spezialfirma war am Freitag vor Ort. Wie lange die Sperrung bestehen bleiben muss, konnte Egner nicht sagen.

Derweil wälzte sich eine Blechschlange durch Furths Ortszentrum. Besonders das Nadelöhr am Bayplatz machte Probleme. Weil die Eschlkamer Straße in der Verlängerung die Bräuhausstraße vorfahrtsberechtigt ist, entstanden an der Kreuzung Bayplatz lange Wartezeiten. Der Verkehr staute sich am Freitagvormittag über die gesamte Pfarrstraße bis rauf auf den Stadtplatz.
Die meisten Probleme gibt es im Bereich Bayplatz
Nicht ganz so chaotisch, aber auch problematisch war es am anderen Ende der Altstadt. Wer vom Stadtplatz kommend auf die Bahnhofstraße oder von dort kommend ins Zentrum wollte, musste einige Geduld mitbringen. „Ich habe noch nie so viele auswärtige Kennzeichen in Furth gesehen“, sagt ein Passant, der das Geschehen betrachtete.
Das Problem könnte bis Mitte der Woche bestehen bleiben. Richard Schaaf, Tunnelsicherheitsbeauftragter am Staatlichen Bauamt Regensburg sagte am Freitagabend, es gebe Probleme bei den betriebs- und verkehrstechnischen Einrichtungen im Tunnel. Ausgelöst haben könnte dieses tatsächlich ein Stromausfall aufgrund der Unwetter der vergangenen Tage. Der Tunnel kann also nicht im Normalbetrieb durchfahren werden. Das kann bei einem Unfall oder einer anderen Störung gefährlich werden, denn laut Schaaf würde sich der Tunnel bei einem solchen Ereignis nicht selbst sperren. Deshalb wurde er vorsichtshalber ganz zugemacht.
Es werde mit Hochdruck an dem Problem gearbeitet. Schaaf möchte keine falsche Hoffnungen wecken, aber möglichwerweise könne man schon am Montag einen Teilbetrieb mit Geschwindigkeitsbegrenzung ermöglichen.