Eine Party nicht nur für Studenten: Das ist neu beim Campusfest in Regensburg

Von Nils Mayer · 6. Juni 2026 um 12:00

Am Mittwoch verwandelt sich das Gelände der Universität Regensburg und der OTH wieder in ein Open-Air-Festival. Bis zu 12.000 Besucher werden auf dem Campusfest erwartet. Den Verantwortlichen ist vor allem eine Sache im Vorfeld wichtig: Das Campusfest ist für alle da. Nicht nur für Studenten.

Video ansehen

„Es können alle kommen, die Bock haben“, bringt es Nora Günther, Vorsitzende des Vereins Campus Regensburg, auf den Punkt.

Der Verein bereitet das Fest bereits seit Oktober vor. „Die meisten von uns machen das rein ehrenamtlich.“ Und Arbeit gibt es für die rund 50 Helfer genug: Auch heuer wird es wieder vier Bühnen und unzählige Stände von Fachschaften und Vereinen geben. Doch mit Altbewährtem gibt sich die Vorsitzende nicht zufrieden: „Natürlich gibt es auch einige Neuheiten.“ Unspektakulär, aber von vielen gewünscht, ist das kontaktlose Zahlen auf dem Campusfest. „Zumindest an den Bierständen können die Besucher jetzt einfach mit Karte zahlen“, sagt Günther.

Für die Verantwortlichen spielt auch die Sicherheit auf dem Festgelände eine große Rolle. „Seit Jahren haben wir schon Awareness-Teams im Einsatz, die als Ansprechpartner vor Ort sind.“ Neu ist dieses Jahr eine App, die es den Feiernden ermöglicht, in Notsituationen oder bei Belästigungen mit einem Klick Kontakt zu den Helfern aufzunehmen.

Auf der sogenannten Kulturbühne wird es heuer einen Live-Vortrag geben. Genauer: „Dort wird ein Podcast aufgenommen.“ Das Programm wird in Echtzeit in Gebärdensprache übersetzt. Keine Kleinigkeit, sondern eine Herzensangelegenheit der Vorsitzenden: „Das Campusfest soll so inklusiv wie möglich sein. Ein Fest für alle halt.“

Damit auch wirklich alle am Mittwoch zusammen feiern können, muss aber auch das Wetter mitspielen. Im vergangenen Jahr musste das Festivalgelände am späten Nachmittag aufgrund eines Unwetters geräumt werden. „Das war wirklich unglücklich, aber die Sicherheit der Besucher hat natürlich oberste Priorität für uns“, erklärt Günther die folgenschwere Entscheidung. Bisher sieht der Wetterbericht aber ganz gut aus. „Wir hoffen einfach das Beste“, so die Vorsitzende und ergänzt: „Bei leichtem Regen sagen wir das Campusfest definitiv nicht ab.“

Auch weil immer mehr Festivals in der Region nicht mehr stattfinden. „Da kann man echt von einem Festivalsterben reden“, sagt Günther. Die Gründe: immer weiter steigende Kosten und immer mehr Auflagen. Damit das Campusfest eine Zukunft hat, braucht der Verein laut Günther dringend Verstärkung. „Wir freuen uns über jeden, der nicht nur mitfeiert, sondern auch mithilft.“