„Schande“: Brumm-Kasten vor Regensburger Museum lässt Anwohner seit Monaten verzweifeln

Manche Provisorien haben es so an sich, länger zu bleiben, als zunächst geplant. Wer wüsste das besser als die Regensburger, die seit Kriegsende über den Eisernen und den Grieser Steg spazieren, die einst nur als Notlösung gedacht waren? Noch nicht ganz so langlebig, aber doch durchaus hartnäckig brummt ein Provisorium vor dem Haus der Bayerischen Geschichte vor sich hin. Sehr zur Verzweiflung der Anwohner.
Der Kasten, es handelt sich um ein sogenanntes Notkälteaggregat, steht seit Februar 2025 vor dem Museum. Damals hatte eine Anlage in dem einst – und bei manchen noch heute – umstrittenen Bau den Geist aufgegeben. Immer wieder hakte die MZ nach. Erst hieß es, der Kasten werde im Januar 2026 wieder verschwinden, später wollte sich die dafür zuständige Stadtverwaltung gar nicht mehr festlegen. Von einer „sehr unerfreulichen Sache“ war die Rede. Verständlich, immerhin kostet der Kasten Geld – und das nicht zu knapp. Für den Betrieb allein zwischen März und Mai 2025 waren rund 32.000 Euro veranschlagt.
Schlafen? „Nur mit Ohropax!“: Anwohnerin klagt über lärmenden Kasten vor dem Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg
Das ist aus haushalterischer Sicht ärgerlich für die Stadt – und auch für die Anwohner. Eine Frau, die dort in unmittelbarer Nähe wohnt, hat sich an die MZ gewandt. Sie sagt: „Noch immer höre ich das ständige Brummen in meiner Wohnung und weiterhin werde ich von der Stadt einfach immer noch vertröstet und hingehalten.“ Sie fühle sich als Bürgerin der Stadt einfach nur noch veralbert und hingehalten. „Diese Missstände hier in der Stadt sind einfach eine Katastrophe! Sieht man ja schon am Kaufhof, der seit einer halben Ewigkeit leersteht und seelenruhig weiterhin vor sich hin gammelt!“ Ihre Geduld sei seit langer Zeit mehr als erschöpft. „Es ist einfach nur eine Schande.“ An ein ruhiges Schlafen sei nicht zu denken – „wenn dann nur mit Ohropax“.
Und bei der Stadt? Gibt es einen Funken Hoffnung? Sprecherin Juliane von Roenne-Styra verneint: „Leider kann die Stadt immer noch nicht sagen, wie lange das Aggregat dort noch verbleiben muss.“ Nun ja, ganz so lange wie die beiden Stege wird sich der Brumm-Verhau vor dem Museum wohl letztlich nicht halten – oder?