Aufbau für Schwandorfs Volksfest läuft auf Hochtouren: Das hat der neue Festwirt vor

So langsam wird es ernst für den neuen Schwandorfer Festwirt Bastian Schuhmann. Am Freitag, 5. Juni, startet das traditionsreiche Schwandorfer Volksfest zum ersten Mal unter der Regie der B. Schuhmann Festzeltbetriebe GmbH. Der Aufbau läuft derzeit auf Hochtouren. Bereits zum Auftakt will es der Festwirt „richtig krachen lassen“.
Zum 86. Mal feiern die Schwandorfer heuer ihr Volksfest. Mehr als 30 Jahre hatte Gerhard Böckl als Festwirt das Sagen. Nun sind seine Nachfolger am Zug: Bastian Schuhmann hat den Ablauf etwas verändert und will neue Akzente setzen. So steigt das Volksfest nun durchgängig zehn Tage vom 5. bis 14. Juni. Böckl hatte zuletzt drei Ruhetage eingelegt – und auch dafür einige Kritik einstecken müssen.
Doch auch unter dem neuen Festwirt kommen Fragen auf. Die betreffen beispielsweise den Termin. Dass das Volksfest, das früher auch Pfingstvolksfest genannt wurde, am Ende der Pfingstferien startet, finden Schausteller etwas unglücklich.
Mehr Festtage bedeuten auch mehr Kosten
Gleichzeitig wundern sich Schausteller darüber, dass das Volksfest am 5. Juni, am Tag nach Fronleichnam, startet. Sie hätten es besser gefunden, wenn der Feiertag mit eingebunden worden wäre. Das sei ein „verschenkter Tag“, meint ein Schausteller. Schuhmann begründet den Start nach Fronleichnam unter anderem mit der Länge des Volksfestes. Es sei mit zehn Tagen schon jetzt einen Tag länger als in den Vorjahren. Ein weiterer Tag würde auch für weitere Kosten sorgen.
Da es sich bei Fronleichnam um einen katholischen Feiertag handle, gebe es auch Einschränkungen bei musikalischen Veranstaltungen, behauptet der neue Festwirt. Gesetzliche Regelungen finden sich im Bayerischen Sonn- und Feiertagsgesetz diesbezüglich aber nicht. Fronleichnam ist dort nicht als „stiller Feiertag“ aufgeführt. An „stillen Feiertagen“ gibt es Einschränkungen für öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen.
Auch vonseiten der Stadt Schwandorf gebe es keine Vorschriften, die Veranstaltungen an Fronleichnam in irgendeiner Weise einschränken würden, erklärt Pressesprecher Andreas Hofmeister auf MZ-Anfrage. Die Einbindung des Fronleichnam-Feiertages sei aber auch nie ein Thema gewesen.
Intern habe man sich darauf verständigt, so Schuhmann, dass man lieber eine volle Woche durchmache und dafür erst nach Fronleichnam starte. Die Stadt Schwandorf habe diesen Vorschlag laut Festwirt abgenickt.



Um viele Gäste zum Start auf den Volksfestplatz zu locken, hat sich der Festwirt etwas Besonderes einfallen lassen: Am 5. Juni gibt es ab 16 Uhr eine Stunde lang im Biergarten das Festbier zum Preis von 2,50 Euro. Die Maß kostet ansonsten 11,40 Euro – und ist damit zehn Cent günstiger als 2025. Wie in den Vorjahren wird es zum Auftakt eine Eröffnungsaktion der Schausteller geben: Eine Fahrt mit den Fahrgeschäften kostet dann nur 1,50 Euro.
Trachtenrocker stehen zum Auftakt auf der Bühne
Musikalisch sorgen am Freitag die „Trachtenrocker“ für den Auftakt. Die sechsköpfige Partyband aus Bayreuth stand zuletzt unter anderem beim Frühlingsfest in Weiden und den Kirchweihen in Zell (Fichtelgebirge) und Hildenbach (Stadt Wunsiedel) auf der Bühne. Bei dieser Band gibt es nach ihrer eigenen Aussage keine „Humba-Humba-Tätärä-Standardbeschallung“, sondern einen Musik-Mix von volkstümlichen Liedern über Schlager und Songs der Neuen Deutschen Welle bis hin zu fetziger Rockmusik und Metal.
Statt einer Lasershow soll es heuer auch zum Auftakt ein Brillantfeuerwerk geben. Auf das große Abschlussfeuerwerk am 14. Juni wird deshalb aber nicht verzichtet.
Keine Veränderungen gibt es dagegen beim Festumzug und dem anschließenden Bieranstich. Beides findet aus Traditionsgründen am ersten Festsamstag statt, erklärte Schuhmann jüngst. Ab 17 Uhr führt der Zug durch Schwandorf bis zum Volksfestplatz, wo dann um 18.30 Uhr im Festzelt der Festbieranstich erfolgt. Anschließend spielen die Stoasberger Lumpen auf. Weitere musikalische Acts an den Folgetagen sind unter anderem die „Würzbuam“, „Mika One“ und „Gipfelgaudi“. Von den ausgewählten Musikern sind die wenigsten bisher beim Schwandorfer Volksfest aufgetreten.