Vox-Sendung „Sing meinen Song“: Nun stand Tream aus Schwandorf im Mittelpunkt – So lief sein Abend

Ob der Schwandorfer Timo Grabinger alias Tream mal gedacht hat, dass bekannte Künstler wie Mark Forster oder Giovanni Zarrella seine Lieder covern? Wahrscheinlich nicht. Aber genau das ist nun bei der Sendung „Sing meinen Song“ passiert, die derzeit auf dem Fernseh-Sender Vox läuft. So lief der besondere Abend in Südafrika.
Das Konzept der Musikshow ist schnell erklärt: Sieben deutschsprachige Sänger aus verschiedenen Genres kommen an einem abgelegenen Ort zusammen. Jeder Abend ist einem der Musiker gewidmet. Die anderen sechs Interpreten singen jeweils in ihrem eigenen Stil ein Lied von ihm als Coverversion vor – mit Bandbegleitung, aber ohne weiteres Publikum. Vor jedem der Auftritte werden Ausschnitte aus den Originalvideos zum Vergleich gezeigt.
In den zurückliegenden Staffeln haben schon deutschsprachige Musikgrößen wie Sarah Connor, Die Prinzen, Nena, Mark Forster oder Andreas Gabalier teilgenommen. Gerade läuft auf dem Sender Vox die 13. Staffel, die in Südafrika gedreht wurde. Und diesmal hat es tatsächlich auch Deutschlands selbsternannter „erster Schlager-Rapper" Tream in die Sendung geschafft. Mit von der Partie sind außerdem Johannes Oerding, Giovanni Zarrella, Mark Forster, Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“, Der Graf von „Unheilig“ sowie „Frida Gold“-Frontfrau Alina Süggele.
Schwandorfs Schlager-Rapper hat sogar die Scorpions überrascht
Von Aufregung war bei dem 27-Jährigen, der im Schwandorfer Ortsteil Büchelkühn aufgewachsen ist, aber bislang keine Spur. In den ersten sechs Folgen sorgte Tream immer wieder für Überraschungsmomente, weil er sich nicht davor scheute, bekannte Klassiker seiner Mitstreiter in ihre musikalischen Einzelteile zu zerlegen und völlig neu zu interpretieren. Das hinterließ sogar bei den Rock-Legenden Klaus Meine und Rudolf Schenker von den Scorpions Eindruck, die vergangene Woche in Folge sechs für ein Special vorbeikamen. Tream schnappte sich den Scorpions-Song „Big City Lights“ und modelte die Rockhymne zu einer langsamen Rapnummer um.
In Folge sieben, die am gestrigen Dienstag auf Vox ausgestrahlt wurde, stand nun der Schwandorfer Schlager-Rapper selbst im Mittelpunkt. Tream durfte sich auf der braunen Ledercouch zurücklehnen und dabei zuhören, wie Forster, Zarrella, Oerding und Co. seine größten Hits neu interpretieren. „Ich wünsche mir, dass viel gelacht wird und dass sich die Künstler was Lustiges überlegt haben. Die coolsten Künstler singen deine Songs auf ihre eigene Weise. Was Schöneres gibt es eigentlich nicht,“ sagte Tream im Vorfeld der Sendung.
Mark Forster, Johannes Oerding und Co. lassen Schwandorfer strahlen
Und seine Wünsche sollten sich erfüllen. Schon beim Einspieler, der den Werdegang des aufstrebenden Künstlers aus dem kleinen Ort Büchelkühn zeigte, und in dem seine Mitstreiter in den höchsten Tönen schwärmten, wurde der Protagonist des Abends sichtlich emotional. Und als dann Giovanni Zarrella aus Treams größtem Hit „Lebenslang“ eine deutsch-italienische Raggaeton bzw. Latin Pop-Nummer machte, war der erste Höhepunkt des Abends gesetzt. „Unfassbar“, lobte der Schwandorfer, den es wie auch seine Mitstreiter vom ersten Ton an nicht mehr auf der Couch hielt. „Die Version spiel ich live“, sagte Tream, während er Zarrella nach dessen Auftritt umarmte.
Genauso begeistert war Tream dann von Mark Forsters Version von „Einmal zurück in die Zeit“. Forster textete die Strophen um, um Einblicke in seine Jugend im kleinen Ort Winnweiler (Rheinland-Pfalz) zu geben. Den Refrain aus dem Tream-Original ließ er unangefasst. „Hammermäßig“, befand Grabinger. „Perfekt abgeliefert, zehn von zehn.“
Weiter ging es mit Johannes Oerding, der sich den Tream-Klassiker „Zelten auf Kies“ schnappte, in eine Rock-Nummer umwandelte und seinem besten Freund Nico widmete. Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“ landete mit ihrer energiegeladenen Version von „Liebe auf der Rückbank“ den nächsten Volltreffer beim Original-Interpreten, der sich gar nicht oft genug bedanken konnte.
Tream kürte „Deine Cousine“ zur Siegerin des Abends
„Frida Gold“-Frontfrau Alina Süggele wählte für ihren Auftritt den Song „Immer dann“, den Tream 2019 geschrieben hatte, als er noch am Anfang seiner Karriere stand. Das überraschte den Schwandorfer sichtlich. Die Umsetzung samt Gospelchor sorgte dann gar für feuchte Augen. „Ich bin zutiefst berührt“, befand Grabinger nach dem Auftritt. Für den krönenden Abschluss sorgte dann der Graf von „Unheilig“ mit einer ganz eigenen Version von „Irgendwie Irgendwann“.
Ich bin unfassbar dankbar für diesen Abend.Timo Grabinger alias Tream
Am Ende des Abends stand Tream ziemlich baff da. „Ich bin überwältigt und kann das gar nicht glauben. Ich bin unfassbar dankbar für diesen Abend.“ Zu seiner persönlichen Siegerin kürte der Schwandorfer schließlich „Deine Cousine“, die zum Staffelfinale nächste Woche im Mittelpunkt stehen wird.