Jahninselfest ist wasserdicht: Organisatoren trotzen Sorgen und versprechen ausgefallene Bands

Das Wetter meint es nur selten gut mit dem Jahninselfest in Regensburg. Nachdem das Festival 2024 wegen Hochwasser abgesagt werden musste und auch im vergangenen Jahr mit Regen zu kämpfen hatte, hoffen die Veranstalter heuer auf weniger Matsch und mehr Sonnenschein. Beim Vorstellungstermin am Montag setzt gleich zu Beginn der Nieselregen ein.
„Besser jetzt als am Wochenende“, meint Organisator Rupert Streidl vom Verein Scants of Grace und gibt ein Versprechen an alle Punk-Begeisterten ab: „Egal, wie das Wetter am Ende wird, wir werden feiern.“ Damit das mit dem Feiern auf der Jahninsel am Freitag und Samstag auch klappt, laufen die Vorbereitungen bereits. „Ab Mittwoch wird aufgebaut“, sagt Streidl. Heuer starten die Arbeiten einen Tag früher. „Damit wir in Ruhe alles fertig bekommen.“
Pünktlich um 16 Uhr soll das Festival dann am Freitag öffnen. Am Samstag geht es schon um 14 Uhr los. Auf der Hauptbühne wird dann jeweils bis 22 Uhr vor allem Punkrock für Stimmung sorgen. Aus ganz Deutschland sind Bands eingeladen. Und die kommen heuer mit ausgefallenen Namen daher. „Besonders gespannt bin ich auf die toten Crackhuren im Kofferraum und auf die Kackschlacht“, verrät Organisator Streidl und kann sich ein Lachen kaum verkneifen. Die Bandnamen sollen aber laut Streidl niemanden abschrecken. „Jeder soll sich sein eigenes Bild vor Ort machen“, ergänzt Mitorganisatorin Jasmin Niebauer.
Ein Fest für alle Altersgruppen
Das Jahninselfest ist ohnehin ein Fest für alle Altersgruppen. „Eine bestimmte Zielgruppe? Alle, die Bock haben“, sagt Niebauer. Und auch musikalisch soll jeder auf seine Kosten kommen. Der Schwerpunkt liegt zwar auf Punkrock, trotzdem kann auch zu Hip-Hop und Rap gesungen und getanzt werden. „Wir wollen, dass sich jeder wohlfühlt“, sagt Niebauer.

Helfen soll dabei auch das Awareness-Team. Seit drei Jahren ist das zehnköpfige Team bei dem Festival im Einsatz. Nicht als klassische Aufpasser, sondern als Ansprechpartner vor Ort. „Unsere Awareness-Leute haben für jeden ein offenes Ohr“, erklärt Niebauer. Und das Konzept kommt an: „Das Angebot wird immer wichtiger und auch immer häufiger genutzt.“
Organisator hält am Konzept fest: „Punkrock mit toller Kulisse.“
Bei der Vorstellung des Programms betonen die beiden Organisatoren immer wieder, dass das Jahninselfest auch dieses Jahr keine Experimente wagt. Heißt: „Wir setzen auf Altbewährtes“, sagt Veranstalter Streidl. Viele der Bands sind zwar neu, aber am Grundkonzept will er festhalten: „Punkrock mit toller Kulisse.“
Nicht nur die Hauptbühne, auch die sogenannte Kleinkunstbühne wird wieder aufgebaut. Dort können sich laut Streidl die kleineren Künstler zeigen. „Vor allem dann, wenn auf der Hauptbühne mal kurz Pause ist.“ Zeit zum Durchschnaufen bleibt zumindest den beiden Organisatoren kaum noch. „Die Vorfreude steigt natürlich, aber der Aufwand ist schon immens“, sagt Streidl.
Organisatoren halten dem Festival seit Jahrzehnten die Treue
Trotzdem lohne sich der Aufwand immer wieder aufs Neue. Nicht ohne Grund halten beide Organisatoren dem Festival seit Jahrzehnten die Treue. „Ich war schon 2012 als Ordner dabei“, erinnert sich Streidl. Übertrumpfen kann das nur noch Niebauer: „Ich habe schon 1999 Baguettes für das Fest geschmiert.“

Kein Wunder also, dass Organisator Streidl mit Blick auf das Wetter am Wochenende entspannt bleibt. „Ein bisschen Regen gehört irgendwie auch zum Jahninselfest dazu.“ Und als hätten die Regenwolken ein schlechtes Gewissen bekommen, schaut zum Schluss des Vorstellungstermins dann doch noch die Sonne raus.