Unwetter zieht über Regensburg hinweg: Das ist die Lage in Stadt und Landkreis

Von Heike Haala, Philip Hell · 31. Mai 2026 um 16:38

Das Unwetter, das am Sonntagnachmittag über Regensburg hereinbrach, sorgte für viele Einsätze bei der Polizei und der Feuerwehr. Laut Auskunft von Jens Schuhmann von der Berufsfeuerwehr Regensburg waren die Drähte bei der Integrierten Leitstelle, die nicht nur für das Stadtgebiet zuständig ist, sondern auch für die Landkreise Regensburg, Neumarkt und Cham, heiß gelaufen.

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Zwischen 6 und 16 Uhr sei es zu 150 Anrufen wegen Bränden und Technischer Hilfeleistungen gekommen. Laut Auskunft des Polizeipräsidiums Oberpfalz liefen allein in der Stadt und im Landkreis etwa 30 Einsätze wegen des Unwetters. Wie Schuhmann Auskunft gab, ist dabei ein Mensch leicht verletzt worden.

Zu der Maßnahme, die am meisten Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben dürfte, war die Sperrung der Steinernen Brücke um kurz nach 14 Uhr: Dachziegel waren vom Brückturm gestürzt. Die Feuerwehr riegelte daraufhin den Aufgang zu dem weltberühmten Denkmal ab. Die Einsatzkräften sprachen vor Ort von einer drohenden Lebensgefahr für Passanten, sollten sie von einem Ziegel getroffen werden. Der Einsatz nahm rund anderthalb Stunden in Anspruch. Es kam unter anderem eine Drehleiter der Feuerwehr zum Einsatz. Die Sperrung sorgte für neugierige Blicke bei Passanten – von denen einige nicht am rot-weißen Flatterband Halt machten. Feuerwehrleute wiesen sie mit Nachdruck auf die Sperrung hin.

Die Feuerwehr sperrte am Sonntagnachmittag den Aufgang zur Steinernen Brücke in Regensburg. - Foto: Hell

Zum anderen waren die Retter nur wenige Meter ebenfalls gefordert. Die Thundorferstraße musste nach dem Unwetter für einige Stunden gesperrt werden. Dort war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Dieser wurde von den Einsatzkräften entfernt. Die Auswirkung der Sperrung hielt sich allerdings in Grenzen, da die Donauparallele seit geraumer Zeit aufgrund von Bauarbeiten am Weinmarkt gesperrt ist. Einsatzkräfte leiteten den Verkehr für die Dauer der Baumentfernung um.

Auf dem Haidplatz lagen die Platanen vor dem Café Goldenes Kreuz. Während einige Passanten dies als ein Zeugnis für die Wucht des Unwetters deuteten, das am Nachmittag über Regensburg hereingebrochen war, gab Inhaberin Christine Horsch Entwarnung: „Wir haben die Platanen vorsichtshalber hingelegt, damit sie nicht kaputt gehen“, erklärte sie. Am späteren Nachmittag aber hatte sie die Platanen dann wieder aufgerichtet.

Laut Einschätzung des Polizeipräsidiums verlief das Unwetter glimpflich: keine Unfälle, keine überfluteten Straßen, keine vollgelaufenen Keller. Wohl aber waren etliche Äste auf geparkte Autos und die Straßen gefallen, was die Feuerwehr den restlichen Tag beschäftigen wird

Für die kommenden Tage sind weitere Gewitter in Regensburg angesagt. Der Sommer macht einer Hitzewelle in der vergangenen Woche, in der die Domstadt teilweise die heißeste Stadt Deutschlands war, eine kleine Verschnaufpause.