Endlich ein eigenes Dorffest in Hienheim

Es gibt viele Feste in der Region. Nicht nur in den Städten, sondern auch in den Dörfern wird gefeiert. Jetzt kommt ein weiteres Fest hinzu: Hienheim, Neustadts nördlichster Ortsteil und 650 Einwohner groß, feiert erstmals ein Dorffest. Am 4. Juli ist es soweit.
Hienheim hat sich verändert. Die Zeiten, in denen es ein reguläres Wirtshaus gab, sind lange vorbei. Auch einen Bäcker gibt es nicht mehr. Der Dorfladen, der vor über zwei Jahren mit großer Euphorie gestartet war, musste Ende 2026 schließen. Die Umsätze waren zu niedrig.
Trotzdem ist Hienheim beliebt. Zahlreiche neue Wohnhäuser sind in den vergangenen Jahren entstanden. Die Nähe zur Natur und die Freizeitmöglichkeiten sind für Familien attraktiv. Dazu trägt auch der Sportverein Hadrian Hienheim und Veranstaltungen wie das Maibaumfest, das Starkbierfest und der Hienheimer Fasching bei. Dennoch fehlte bisher eines – ein Dorffest.
„Es soll ein Fest für alle Vereine und alle Einwohner von Hienheim werden, um die Menschen noch mehr zusammen zu bringen“, sagt Elena Forster, die neben Christina Titze eine der Organisatorinnen der Veranstaltung ist. Die Idee habe schon länger bestanden, sagt Elena Forster weiter. Aber, wie es so oft ist, es hat halt gedauert.
Um niemanden aus der Dorfgemeinschaft auszuschließen und um Missverständnisse zu vermeiden, „haben wir im Vorfeld mit den Vereinen in Hienheim gesprochen“. Dabei stellte sich heraus, dass auch die Vertreter der Vereine wie beispielsweise der örtlichen CSU, der Frauenbund und die Landjugend dem Projekt offen gegenüber standen und am Ende zustimmten.
Bewährte Zusammenarbeit der Vereine
Wobei diese Zustimmung nicht ganz überraschend war. „Wir haben schon beim Stadtfest anlässlich des 750-jährigen Gründungsjubiläums von Neustadt einen Stand betrieben und gut zusammen gearbeitet“, erklärt Elena Forster. Vielleicht ist die Zustimmung aber auch darauf zurückzuführen, dass Christina Titze und Elena Forster in Hienheim keine Unbekannten sind. So gehört Christina Titze der Vorstandschaft des SV Hadrian ein und Elena Forster war eine der Frauen, die hinter dem Dorfladen standen. Inzwischen ist sie bei der Stadt Neustadt angestellt und kümmert sich unter anderem darum, dass leer stehende Läden eine neue Verwendung finden. Als Altstadtmanagerin ist sie deshalb gewohnt, viel zuzuhören, zu vermitteln und zu organisieren. Diese Fähigkeiten können beim Dorffest nur von Vorteil sein.
Und so soll das Dorffest am 4. Juli seine Premiere erleben. Maßgeblich beteiligt sind die KLJB Hienheim, der KDFB Hienheim und der SV Hadrian. Das Fest wird nicht in der Ortsmitte gefeiert, sondern am Gelände des Sportvereins. „Da ist die Sanitärausstattung vorhanden, das Geschirr ist da und es gibt einen Zaun zum Schutz der Kinder“, zählt Elena Forster die Vorteile auf. „Und wenn es heiß wird, können wir auch was mit Wasser machen.“
Eigenes Programm für die Kinder
Das Programm am 4. Juli ist „familienkompatibel“. Dazu gehört, dass es ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen und ab 17.30 Uhr Brotzeit mit bayerischen Spezialitäten wie Schnitzel, Schaschlik und Wurstsalaten von der Metzgerei Heid in Riedenburg gibt. Außerdem gibt es Emmentaler mit Brezn, wobei Elena Forster verspricht, dass es sich um denselben Emmentaler handelt, wie er einst im Dorfladen verkauft wurde und der, betont sie, sei sehr beliebt gewesen. Am Abend ist übrigens auch noch ein Barbetrieb geplant.
Die Attraktion des Dorffestes ist von 14.30 bis 17 Uhr das Kinderprogramm. Sabrina Sendtner, die im Sportverein das Kinderturnen betreut, hat sich dazu eine Kinderolympiade überlegt. Außerdem sind Kinderschminken und eine Hüpfburg vorgesehen.
Damit bei der Premiere des Dorffestes niemand hungrig nach Hause gehen muss, werden vorab Essensmarken verkauft. Die Termine für den Verkauf sind am 4. Juni beim Fest im Feuerwehrgerätehaus, am 14. Juni um 19 Uhr im Sportheim und am 21. Juni um 11 Uhr im Pfarrheim.