Neustadt tritt in die Pedale – Kommune beteiligt sich erstmals am „Stadtradeln“

Radfahren ist trendy. Vor allem E-Bikes sorgen dafür, dass viele Menschen das Fahrrad neu entdecken. Neustadt will diesen Trend unterstützen und beteiligt sich erstmalig an der Aktion „Stadtradeln“.
Ziel beim Stadradeln ist es, privat und beruflich möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen, teilt die Stadt mit. Geradelt wird für eine engagierte Radverkehrsförderung, einen starken Klimaschutz, mehr Lebensqualität in den Kommunen und letztlich für mehr Spaß beim Fahrradfahren.
Stadtradeln findet in Kommunen statt. Die Teilnehmer treten dabei 21 Tage lang in die Pedale. Jeder Kilometer, den die Teilnehmer zurücklegen, zählt. „Es wäre schön, wenn möglichst viele Leute mitmachen und ihre Autos stehen lassen“, sagt Monakika Weber, Organisatorin der Aktion und ansonsten zuständig für die Generationenarbeit in Neustadt.
Die zurückgelegten Fahrten werden beim Stadtradeln auf der Homepage der Aktion eingetragen. Beginn ist in diesem Jahr am 3. Juli, das Ende ist am 23. Juli.
Um mitzumachen gibt es vor allem eine Bedingung – ein Fahrrad. Zugelassen sind alle Fahrzeuge, die im Sinne der Straßenverkehrszulassungsordnung als Fahrräder gelten. Ebenfalls zugelassen sind Laufräder, Rollstühle, Handbikes oder Footbikes etc.. Wichtig ist die Anmeldung. Sie ist unter www.stadtradeln.de/neustadt-donau möglich.
Weil es bei der Aktion auch um Teamarbeit geht – „es nutzt nichts, wenn es nur einer tut“, sagt Monika Weber – tritt man einfach einem bereits vorhandenen Team von Neustadt bei oder gründet sein eigenes. „Wenn du ein neues Team gründest, bist du automatisch dessen Team-Captain“, sagt Monika Weber. „Teamlos" radeln geht übrigens nicht, „denn Klimaschutz und Radförderung sind Teamarbeit – aber schon zwei Personen sind ein Team!“ Alternativ kannst man dem „Offenen Team" beitreten, das es in für Neustadt a.d. Donau gibt.
Auftakt von Stadtradeln ist am Freitag, 3. Juli, am Kirchplatz in Neustadt an der Donau. Am Infostand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) kann man sich von 14.30 bis 15.30 Uhr beraten lassen und sein Wissen beim Verkehrsquiz testen.
Außerdem ist Fahrrad Müller mit einem Stand vertreten. Hier können die Teilnehmer einen Mini-Fahrradcheck durchführen, Ketten schmieren oder den Reifendruck prüfen lassen, damit sie sicher unterwegs sind. Um 15.30 Uhr folgt der offizielle Startschuss mit der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Memmel. Außerdem werden zum Start der Aktion zwei Fahrradtouren angeboten.
Beide Touren sind auch für Bio-Biker ohne elektrischen Antrieb geeignet: Die kürzere Strecke geht über sechs Kilometer und dauert 35 bis 40 Minuten. Mit dem Rad-Guide geht es vom Kirchplatz über Wöhr zum „Wellfun“ und wieder zum Kirchplatz zurück.
Die längere Tour geht über 27 Kilometer und weist 122 Höhenmeter auf. Die durchschnittliche Geschwindigkeit wird mit 18 bis 22 Kilometer angegeben, die Dauer der Fahrt beträgt zwei Stunden. Die Strecke führt vom Kirchplatz zum Römerturm, und zur Donaufähre. Anschließend geht es am Kastell Abusina und durch die Hopfengärten zurück zum Kirchplatz.
Rad-Guide bei dieser längeren Strecke ist Karl Necker. Er ist vielen Neustädtern nicht nur als Legionär bei offiziellen Anlässen bekannt. Er hat in den vergangenen Jahren auch viele große Fahrradtouren unternommen. Necker hat mit seinen Fahrrädern unter anderem die Pyrenäen bewältigt. Von Neustadt ist er auch schon bis nach Rumänien geradelt.
Alle wichtigen Informationen zum Stadtradeln in Neustadt finden sich unter www.stadtradeln.de/home. Alle wichtigen Spielregeln finden sich unter www.stadtradeln.de/spielregeln.