Nach Fördergeldern für das Neue Stadion: Kunstrasenplatz bleibt in Abensberg das Ziel

Der Sanierung des Neuen Stadions in Abensberg (Landkreis Kelheim) steht wie berichtet Dank der Fördergelder aus dem Bundesprogramm für Sportstätten nichts mehr im Wege. Die Frage ist, auf welche Weise es bei weiteren wichtigen Abensberger Sportprojekten weitergeht.
Im Gespräch mit dieser Zeitung wies Abensbergs Sportreferent Sebastian Kneitinger darauf hin, dass man sich letztendlich nur mit dem Stadion um Fördergelder bemüht habe. Im Vorfeld standen zwei weitere Projekte im Raum – nicht zuletzt der Plan, einen Kunstrasenplatz für die Abensberger Fußballer zu schaffen. „Hier hätte es aber nur Geld aus diesem Förderprogramm gegeben, wenn ein bestehender Naturrasenplatz umgebaut worden wäre“, klärt er auf.
Geplant ist aber bekanntlich, einen neuen Platz direkt neben dem bestehenden Stadion für alle drei Abensberger Fußballvereine zu schaffen. Und dieses Vorhaben werde weiterhin verfolgt, betont Kneitinger – auch wenn Kosten von mehr als einer Million Euro aufzubringen seien. Eigentlich haben Bürgermeister Dr. Bernhard Resch, Stadtkämmerer Andreas Poschenrieder und er gehofft, über das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), das in Abensberg umgesetzt werden soll, Gelder für das Projekt zu erhalten. Nach einem Gespräch mit Isek-Vertretern hat sich das nun aber laut Kneitinger zerschlagen.
Gespräche mit den Vereinen nicht ausgeschlossen
Nach derzeitigem Sachstand könne man alleinig mit einem Zuschuss des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) rechnen, der nach den Worten des Sportreferenten 25 Prozent der förderfähigen Kosten beträgt. Kneitinger ist sich klar: „Das reicht nicht.“ Noch hoffe er, dass die drei Genannten, die sich gemeinsam um das Projekt kümmern, einen weiteren Fördertopf finden – „der sich mit der BLSV-Förderung verbinden lässt“.

Ansonsten würde man keine andere Möglichkeit sehen, als auf die Vereine TSV Abensberg, TSV Offenstetten und FSV Sandharlanden zuzugehen, die alle drei den Platz nutzen sollen. Ohne deren finanzielle Beteiligung würde es dann nicht gehen.
900 aktive Fußballerinnen und Fußballer
Soweit sei man aber noch nicht, betont Kneitinger, der feststellt, dass man alle Möglichkeiten eruieren wolle, das Projekt umzusetzen. Denn der Kunstrasenplatz ist in seinen Augen viel mehr als ein Sportgelände für die rund 900 aktiven Fußballerinnen und Fußballer, die in Abensberg dem runden Leder nachjagen.
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Er verweist auf die prekäre Situation in den Sporthallen, in denen es im Winter immer schwieriger werde, allen Sportgruppen, die es wollen, Trainingszeiten zur Verfügung zu stellen. Da würde es sicherlich helfen, wenn die Fußballer teilweise auch im Winter unter freiem Himmel trainieren könnten. Das ginge in dieser Jahreszeit auf Kunstrasen sicherlich besser als auf Naturrasen, denn weder Matsch noch gefrorener Boden seien in dem Fall zu befürchten.
Situation bei der Kegelbahn ist noch unklar
Noch aus einem anderen Grund hält Kneitinger das Projekt für nachhaltig. Steige doch der Wasserverbrauch fürs Gießen von Rasenplätzen mehr und mehr – aufgrund der immer heißeren Witterung im Sommer. Auch deshalb seien Kunstrasenplätze eine sinnvolle Alternative.
Als im vorigen Winter das neue Förderprogramm öffentlich wurde, sprach man in Abensberg in diesem Zusammenhang auch von Arbeiten an der maroden Kegelbahn des TSV in den Räumen beim Alten Stadion. Allerdings habe sich hier laut Kneitinger rasch herausgestellt, dass bei Weitem nicht alle Details feststehen, die bei einem Förderantrag zu nennen gewesen wären. Der noch unbekannte Kostenrahmen sei da nur ein Punkt von vielen gewesen.
Laut Max Guttenberger junior, einem von zwei TSV-Vorsitzenden, sei man derzeit nach wie vor gemeinsam mit der Stadt auf der Suche nach dem Grund für die immer wieder eindringende Feuchtigkeit in die dortigen Kellerräume, in denen sich die Bahn befindet. Ob und auf welche Weise dies behoben werden könne, müsse erst einmal herausgefunden werden. Erst in einem zweiten Schritt könne man sich dann mit der Frage einer Sanierung der Bahn beschäftigen. Derzeit verfügt der Abensberger Sportverein über keine nutzbare Kegelbahn.