Abensberg steckt Millionensumme ins Neue Stadion – Sanierungen sollen bald starten

Von Wolfgang Abeltshauser · 8. Mai 2026 um 11:00

Nachdem feststeht, dass die Stadt Abensberg Zuschüsse aus dem Förderprogramm für Sportstätten erhält, stehen in den kommenden Monaten umfangreiche Arbeiten beim neuen Stadion an. Das ist bei der rund 1,3 Millionen teuren Maßnahme alles geplant.

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„Wir freuen uns wie ein Schnitzel“, grinst Erwin Obermeier vom Vorsitzenden-Duo des TSV beim Ortstermin im neuen Stadion. Ihm und seinem Amtskollegen Max Guttenberger junior ist die Erleichterung, dass es geklappt hat, anzusehen. Ist doch die Bezeichnung „neu“ für die Einrichtung schon ein wenig irreführend. Die Leichtathletikanlagen sind arg in die Jahre gekommen. Auf der Laufbahn sind etliche Risse und Flickstellen zu sehen, Start- und Zielmarkierungen sind kaum noch zu erkennen, aus der Regenrinne, die die Laufbahn vom Innenbereich abgrenzt, sprießt an vielen Stellen Gras und Unkraut.

Laut Guttenberger, der im Gespräch die Unterstützung von Sportreferent Sebastian Kneitinger hervorhebt, hätte es keinen „Plan B“ gegeben. Würden die bis zu 500.000 Euro nicht fließen, würde die Situation erst einmal so bleiben, wie sie ist. So aber sollen noch in diesem Jahr umfangreiche Sanierungen starten. Letztendlich sollen die Leichtathletikanlagen komplett neu werden - mitsamt Untergrund. Bodenuntersuchungen hätten laut Guttenberger ergeben, dass der Asphalt unter der Tartanauflage ebenso erneuerungswürdig ist.

Arbeiten auch an den Sprunganlagen

Er betont, dass nicht nur die Laufbahn, von der im Vorfeld vor allem immer die Rede war, erneuert werden soll, sondern auch die Weitsprung- und die Hochsprunganlage sowie der Bereich beim Wurfring für das Kugelstoßen. Diese befinden sich jeweils hinter den beiden Toren des Fußballplatzes. Eine Hammerwurf-Anlage soll dagegen keine mehr entstehen - dafür ein Basketballfeld. „Dann könnten wir wieder eine Basketball-Abteilung gründen“, blicken die beiden Vorsitzenden in die Zukunft.

An vielen Stellen sind im Tartan Risse und Löcher zu finden. - Foto: Wolfgang Abeltshauser

Laut Stadtkämmerer Andreas Poschenrieder, der bei der Kommune, die Eigentümer der Anlage ist, für die Umsetzung der Maßnahme zuständig ist, sollen die konkreten Maßnahmen in diesen Tagen endgültig festgelegt werden - gemeinsam mit einem Fachplaner, der mittlerweile eingeschaltet ist.

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Geht es nach den beiden Vorsitzenden, soll im Zuge der Arbeiten der Fußballplatz einige Meter schmäler werden. Dann könnte man die Bänke für die Ersatzspieler auf das Gras stellen, derzeit befinden sie sich auf dem Tartanbereich. Denn ist der erst einmal erneuert, solle er mehr als bisher geschützt werden. Fußballer sollen mit ihren Stollenschuhen darauf nicht mehr treten. Deshalb werde es auch eine spezielle Vorrichtung geben, eine Art Brücke, über die Spieler künftig von den Kabinen auf das Feld laufen sollen. Auch sollen Absperrungen zwischen Zuschauertribüne und Sportareal entstehen, damit Publikum nicht mehr so ohne Weiteres auf die Tartanbahn gelangen kann.

Arbeiten in Abensberg sollen so bald es geht starten

Geht es nach Poschenrieder, sollen die Arbeiten noch im Mai vergeben werden. Laut Guttenberger und Obermeier gibt es spezialisierte Fachfirmen, die dafür infrage kommen. Allerdings hätten die rund 80 aktiven Mitglieder der Leichtathletikabteilung bereits zugesagt, Helferdienste bei den Arbeiten zu übernehmen. Guttenberger kann sich vorstellen, dass man vor allem beim Abbau der alten Anlagen, beim Entfernen der alten Tartanauflage Eigenleistung einbringen könne.

Auch die Regenrinnen müssen dringend erneuert werden. - Foto: Wolfgang Abeltshauser

Immerhin sei man seitens der Abteilung sehr motiviert, habe sich schon ein Trainingskonzept für den Nachwuchs überlegt für die Zeit, in der die neuen Anlagen zur Verfügung stehen. Genutzt werden die dann auch von den Abensberger Schulen.

Spielbetrieb soll nicht beeinträchtigt werden

Poschenrieder hofft, dass die Arbeiten auf der aus den 90er Jahren stammenden Anlage eventuell noch in diesem Jahr komplett über die Bühne gehen könnten. Da ist er sogar noch optimistischer als die beiden Vorsitzenden, die glauben, zumindest die Abrissarbeiten noch heuer stemmen zu können. Auf alle Fälle solle die Sanierung bis zum Sommer 2027 erledigt sein. Nicht nur mit dem Trainingsbetrieb der Leichtathleten, der nach wie vor stattfinde, müssen die Arbeiten abgestimmt werden, sondern auch mit den Fußballern, die im neuen Stadion regelmäßig Punktspiele absolvieren. Da sieht Poschenrieder aber keine Probleme, da der Zugang zum Spielfeld jederzeit möglich sein werde.

Auf Nachfrage verrät er, dass sich die Stadt lediglich mit dieser Maßnahme an dem Sportstätten-Förderprogramm der Kommune beteiligt hat. Im Gespräch waren vor einigen Wochen auch der Bau eines Kunstrasenplatzes und die Sanierung der Kegelanlage beim alten Stadion. Da viele andere Kommunen auch Projekte eingereicht hatten, und die Antragstellung dazu noch sehr aufwändig war, habe man sich entschlossen, mit dem Vorhaben ins Rennen zu gehen, das man am erfolgversprechendsten ansah. Das hat sich nun ausgezahlt.