Bekenntnis zum stationären Handel: Mode Bauer in Pfreimd und Schwarzenfeld feiert 150. Jubiläum

Am Anfang stand ein Gemischtwarenladen, der sich schließlich auf Bekleidung fokussierte und den Kunden als Mode Bauer in Schwarzenfeld und Pfreimd inzwischen schon lange ein Begriff ist. Nun feierte der Betrieb sein 150. Jubiläum, wie aus einer Presseerklärung des Unternehmens hervorgeht.
Dass die Wurzeln des Betriebs bis ins Jahr 1875 zurückreichen, wurde der Mitteilung zufolge erst kürzlich durch einen historischen Fragebogen der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel Regensburg bestätigt. Für Inge Bauer-Joswig und ihren Sohn Jonas Joswig ist dieses Jubiläum nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern laut eigener Mitteilung „auch ein Zeichen dafür, wie eng die Geschichte des Unternehmens mit der Region und ihren Menschen verbunden ist“.
Ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen vor Ort
Begonnen hat alles mit einem kleinen Gemischtwarenladen in Pfreimd. Dort verkauften Schuhmacher und Bürgermeister Stefan Enders und seine Frau Fanny neben Bekleidung auch Lebensmittel, Stoffe, Sämereien und viele Dinge des täglichen Bedarfs. In einer Zeit ohne Supermärkte war das Geschäft ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen vor Ort.
1928 übernahm Thomas Spickenreuther das Geschäft, später trug Tochter Annemarie gemeinsam mit ihrem Ehemann Franz Bauer die Verantwortung Unter ihrer Führung entwickelte sich das Unternehmen Schritt für Schritt weiter. Es wurde modernisiert, erweitert und schließlich auf Mode spezialisiert. Filialen in Schwarzenfeld und Schwandorf kamen hinzu und legten den Grundstein für die heutigen Modehäuser.
Mitten in diese lebendige Geschäftswelt wurde auch Inge Bauer-Joswig hineingeboren. Schon früh lernte sie den Alltag im Einzelhandel kennen, und bereits mit 19 Jahren übernahm sie Verantwortung im Unternehmen und führte später die Geschäfte offiziell weiter. Dabei brachte sie laut Pressemitteilung neue Ideen ein und setzte früh auf moderne und junge Modekonzepte. Mit dem „Harlekin“ in Schwarzenfeld entstand ein eigenes Konzept für trendbewusste Damenmode.
2016 begann die nächste Generation, Verantwortung zu übernehmen. Sohn Jonas Joswig übernahm die Modehäuser in Pfreimd und Schwarzenfeld und führt seitdem die Tradition der Familie weiter. Gleichzeitig blieb Inge Bauer-Joswig aktiv und leitete das „Harlekin“ eigenständig weiter.
Als der Mietvertrag für die bisherigen Räume auslief, stand sie vor einer wichtigen Entscheidung – aufhören oder nochmals neu beginnen. Die damals 71-Jährige wagte noch einmal einen Neustart und eröffnete Geschäftsräume direkt gegenüber dem Stammhaus.
In vergangenen Jahren über 50 junge Leute ausgebildet
Heute kümmern sich an den drei Standorten 19 Beschäftigte um die Kundschaft – unter dem Label „Modehaus Bauer“ in Pfreimd und Schwarzenfeld sowie im „Harlekin“ in der Marktgemeinde. Besonders stolz ist Inge Bauer-Joswig der Mitteilung zufolge darauf, dass sie in den vergangenen Jahren mehr als 50 junge Menschen selbst ausgebildet hat.
Bei der Führung des Unternehmens ergänzen sich die Mitglieder der Familie. Inge Bauer-Joswig bringt laut der Mitteilung ihre jahrzehntelange Erfahrung ein, Jonas Joswig steht für moderne Konzepte, digitale Präsenz in Social Media und neue Einkaufsideen. Dazu gehören beispielsweise Private Shopping, exklusive Themenabende oder Jubiläumsaktionen.
Im Sortiment finden sich nach Unternehmensangaben neben bekannten Marken besonders auch italienische Labels. Angeboten wird eine breite Auswahl von sportlich-lässiger Freizeitmode über Casual Wear bis hin zu eleganter Kleidung für Hochzeiten, Familienfeiern oder andere Anlässe Ereignisse. Dazu kommen Accessoires wie Taschen, Modeschmuck oder Schals.
Persönlicher Kontakt bleibt das A und O
Angesichts der Konkurrenz durch den Online-Handel konzentrieren sich Inge Bauer-Joswig und Jonas Joswig der Pressemitteilung zufolge „bis heute auf das, was sie selbst beeinflussen können: Qualität, Service, Menschlichkeit und echte Kundennähe“. Genau darin sehen sie nach Unternehmensangaben auch die Zukunft des stationären Handels. „Jonas Joswig beobachtet zunehmend, dass viele Menschen wieder bewusster regional einkaufen und den persönlichen Kontakt schätzen“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung des Familienbetriebs.