Stadtrat Teublitz gibt grünes Licht für Bedarfsampel an der Regensburger Straße

In den vergangenen Jahren gingen immer wieder Anfragen nach einer Bedarfsampel für Fußgänger im nördlichen Bereich der Regensburger Straße ein. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung stellt die Querung der Fahrbahn vor allem für Kinder, Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung ein Sicherheitsrisiko dar. Nun soll Abhilfe geschaffen werden. Im Herbst wird für rund 120.000 Euro zwischen der Bäckerei Moser und der Spitzweg-Apotheke eine Bedarfsampel gebaut.
Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag im Mehrgenerationenhaus stellte Bauoberrat Björn Letz, Abteilungsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach das Projekt vor. Wie Letz ausführte, wurde die Einrichtung einer barrierefreien Überquerungsstelle bei einer Verkehrsschau am 2. August 2024 mit der Unteren Verkehrsbehörde am Landratsamt, der Polizei und dem Staatlichen Bauamt vor Ort behandelt. Dabei legte man fest, dass eine Verkehrszählung erfolgen solle.
Verkehrszählungen ergaben hohe Belastung
Diese Zählung im Jahr 2025 und eine weitere erst kürzlich ergaben, dass die Verkehrsbelastung in den Spitzenstunden bei über 900 Fahrzeugen liegt. Ferner besteht auf einer Länge von rund 900 Metern keine sichere Querungshilfe zwischen der Ampel am Rathausplatz und dem Kreisverkehr Teublitz Nord. Insbesondere für mobilitäts- und seheingeschränkte Menschen ist eine Querung der Straße sehr erschwert.
Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach schlug deshalb in Abstimmung mit der Unteren Verkehrsbehörde die Errichtung eines „lichtsignalisierten Fußgängerüberweges“ vor. Dadurch können beide Richtungsfahrbahnen der Regensburger Straße bei Bedarf in einem Zug sicher überquert werden. Inzwischen wurde bereits ein Ingenieurbüro mit den Planungen beauftragt.
Wie Bauoberrat Björn Letz weiter ausführte, soll die Bedarfsampel auf Höhe der Häuser Nr. 29 und 38 (Werbesupermarkt – Bäckerei Kosler – Spitzweg-Apotheke) errichtet werden. In diesem Bereich war ein deutlicher Querungsbedarf von Fußgängern festzustellen. Zudem seien die baulichen Maßnahmen aufgrund des vorhandenen Parkstreifens und der breiten Gehwege im Bereich Nahkauf bis Bäckerei Kosler nur an dieser Stelle umsetzbar, wie es hieß. Zudem besteht genügen Abstand zur Lichtsignalanlage am Marktplatz und zum Kreisverkehr Teublitz Nord. Die Schaltung der Fußgängerampel mit akustischem Signal erfolgt bei Bedarf auf Knopfdruck. Das akustische Signal wird von 22 bis 6 Uhr ausgeschaltet. Die beiden direkt betroffenen Grundstückseigentümer wurden von der Stadt Teublitz vorab von den Planungen informiert.
Da im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts weitere Maßnahmen geplant sind, wurde auch geprüft, ob der Standort weiteren Planungen entgegensteht. Dies ist laut Stadtbaumeisterin Sabine Eichinger und Bürgermeister Beer nicht der Fall.
Stadt muss 40.000 Euro für den Gehweg tragen
Weiter berichtete Letz, dass die geschätzten Gesamtbaukosten für die Bedarfsampel rund 120.0 Euro betragen. Die Kosten der Gehweganpassungen sind von der Stadt Teublitz zu tragen und belaufen sich auf etwa 40.0 Euro. Grunderwerbskosten fallen nicht an. Die Abwicklung der Maßnahme wird vom Staatlichen Bauamt übernommen und voraussichtlich im Herbst umgesetzt.
„Ich danke dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, dass die von vielen Bürgern gewünschte Querungshilfe im nördlichen Bereich unserer Stadt nun verwirklichen wird“, so Bürgermeister Thomas Beer (CSU).
Ohne Diskussion stimmte der Stadtrat mehrheitlich der vorliegenden Planung des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach zu. Auch für den Abschluss einer Vereinbarung mit dem Freistaat zur Errichtung der Bedarfsampel gab es grünes Licht.