Über 100 Fenster zerstört: Schock an Regensburger Schule sitzt tief – „Verplappert sich jemand“?

In der Woche nach den Osterferien hat es angefangen. Inzwischen sind über 100 Fenster der Otto-Schwerdt-Mittelschule im Regensburger Stadtteil Burgweinting kaputt. Mal sind die Einschläge größer, mal kleiner – aber der Schaden ist enorm. Die Polizei sucht nach den Tätern, die Stadt will die Schule besser schützen. „Es ist krass“, sagt Rektor Wolfgang Lang zu den Vorkommnissen.
Am 16. April hat der Hausmeister der Schule in der Kirchfeldallee in Burgweinting die ersten beschädigten Fenster entdeckt. „Mutmaßlich Steinschläge“, sagt Lang. In den Tagen und Wochen danach wuchs sich die Sache immer weiter aus. Mindestens zwei Taten folgten, zuletzt wohl in der Nacht auf den 6. Mai. „Jetzt sind es eben über 100 Fenster. Das schockiert uns schon.“
Am Freitag war die Polizei an der Schule. „Sie haben mich befragt, den Hausmeister befragt und sich die Fenster angeschaut“, sagt Lang. Die Ermittlungen wegen „gemeinschädlicher Sachbeschädigung“ laufen. Am Dienstag steuerten die Beamten eine Pressemitteilung aus. Zeugen sollen sich unter 0941/506 2001 melden.
Vandalismus an Regensburger Schule: „Vielleicht verplappert sich jemand“
Auch Rektor Lang ist zum Ermittler geworden. „Ich habe die Lehrkräfte sensibilisiert und war in den Klassen.“ Seine Ansage: Augen und Ohren offenhalten - „vielleicht verplappert sich jemand“. Eine Vermutung, wer hinter den kaputten Scheiben stecken könnte, will Lang nicht äußern. „Das könnten Schüler gewesen sein, Ehemalige oder ganz Fremde.“ Das Gelände sei groß und liege „relativ offen“ da.

Dass der Zaun im hinteren, schwer einsehbaren Bereich der Schule kaputtgetrampelt ist, macht es nicht besser. Er sei mit der Stadt im Gespräch, sagt Lang. „Wir wollen die Schutzmaßnahmen erhöhen.“ Der kaputte Zaun soll durch einen massiveren ersetzt werden. Auch Bewegungsmelder seien im Gespräch. Die Polizei fahre verstärkt Streife, berichtet der Rektor. „Kameras gehen aus Datenschutzgründen nicht.“
„Das hier ist massiv“: Mindestens 200.000 Euro Schaden an Regensburger Schule
Im hinteren Bereich der Schule findet sich kaum ein Fenster, das nicht beschädigt ist. „Es muss in der Zeit passiert sein, als niemand hier war“, sagt Lang bei einem Rundgang. Den Schaden schätzt er auf mindestens 200.000 Euro. Die Stadt sei mit der Versicherung in Kontakt.
Bislang hätte seine Schule, die 265 Kinder und Jugendliche besuchen, kaum mit Vandalismus zu tun gehabt, sagt Lang. „Aber das hier ist massiv. Es ist einfach schade.“