Chams neue Kraft für die Innenstadtbelebung freut sich auf die große Herausforderung

Wieder ein neues Gesicht an der Leerstandsfront: Die Stadt Cham hat am Montag die neue Standortkoordinatorin vorgestellt. Sie heißt Theresa Buhrke, ist 35 Jahre alt und stammt aus Magdeburg – und kommt nun nach Cham? Der Liebe wegen, wie sie im Gespräch verrät. Die vergangenen drei Jahre sei sie jedes Wochenende hierher gependelt – und hat sich dabei auch in Cham verliebt.
Der ausgeschriebene Job als Standortkoordinatorin in Vollzeit bei der Stadt sei ihr daher entgegengekommen, um hier eine neue Heimat zu finden. Ihr Lebenspartner, der auch aus Magdeburg in Sachsen-Anhalt stammt, lebt bereits seit gut 15 Jahren hier in Cham. Dadurch hat sie Stadt und Umgebung kennengelernt: „Mein Herz schlägt schon länger für Cham!“
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Die 35-Jährige startet am 1. Juli ihre Arbeit im Büro im ersten Stock der Tourist-Info am Chamer Marktplatz. Und sie ist – anders als ihre Vorgängerin im Amt – nicht mehr grün hinter den Ohren. Die vergangenen acht Jahre hat sie im Messeteam der Stadt Magdeburg gearbeitet mit ähnlichen Aufgaben wie die, die sie in Cham erwarten, wie Marketing und Veranstaltungsplanung, Netzwerke aufbauen und eben auch Leerstandsmanagement.
Das Ziel: Mehr Frequenz für die Innenstadt von Cham
Im Beisein der vier neuen Fraktionssprecher im Stadtrat – Walter Dendorfer (Chamland), Andreas Geiling (FW), Oliver Schulz (SPD/Grüne) und Rainer Traurig (CSU) – stellte Bürgermeister Martin Stoiber die Neue vor. Die Aufgabenvielfalt für sie sei gigantisch, beschrieb er. Es reiche von Organisationsaufgaben wie dem Musiksommer bis zum Verein Cham erleben oder auch dem Unternehmerfrühstück, das wieder verstärkt ins Auge genommen werden soll.
Es gehe letztlich darum, mehr Frequenz in die Stadt zu bringen und die privaten Besitzer von Geschäften und Immobilien in der Altstadt zu überzeugen, doch zu investieren, so wie es die Stadt vormache. Die habe bei der Tourist-Info, dem Italiener wie auch dem Korb-Weber-Laden Geld in die Hand genommen, um etwas zu bewegen und sei auch bei der Wiederbelebung des Goldenen Löwen involviert.
Überall sitzt auch der Denkmalschutz mit im Boot
Es gelte etwa auch, die Besitzer und Interessenten zusammenzubringen, so Stoiber zu den Aufgaben. Die sind ihr auch schon beim Vorstellungsgespräch diktiert worden, wie etwa, dass jeder Anlieger am Marktplatz nach einem halben Jahr ihren Namen wissen sollte. Sie freue sich auf die Herausforderung, betont sie.
Dass sie den „Knochenjob“ machen wolle, sich bei allen Inhabern und Geschäftsleuten in der Innenstadt vorzustellen, die zum Teil gar nicht mehr hier wohnen würden, habe den Stadtrat überzeugt, sagte Stoiber. Das sei keine einfache Aufgabe und der Druck daher durchaus groß, auch, weil die Ansprüche der Ansprechpartner oft hoch seien.
Und die Arbeit an und in den Immobilien sei auch nicht einfach, da überall der Denkmalschutz mit im Boot sitze. Bei der Sanierung des Korb-Weber-Geschäfts sei das gerade ein Thema, so Stoiber. Hier dürfe nur wenig verändert werden, bleibe etwa auch der alte Schriftzug über der Türe.