Geschichtsträchtiges Haus: So will Cham wieder Leben in den „Goldenen Löwen“ bringen

Die Leerstände in der Innenstadt beseitigen – das ist ein großes Anliegen von Chams Bürgermeister Martin Stoiber. Bei einem leerstehenden, geschichtsträchtigen Haus am Marktplatz besteht nun die Hoffnung, dass dort wieder Leben einziehen könnte. Für das Gasthaus „Zum goldenen Löwen“ wird eine Machbarkeitsstudie erstellt.
Zum Ortstermin begrüßte Bürgermeister Martin Stoiber die Besitzer Maria und Andreas Acosta aus München, Architekt Georg Zunner aus Amberg und Stadtbaumeister Volker Skibba. Stoiber bemerkte, dass für dieses Haus durch den Architekten eine Machbarkeitsstudie erstellt werde. Es werde alles überprüft, so als wenn ein neuer Bauantrag gestellt werde. Dazu gehöre in erster Linie der Brandschutz. Sollte hier wieder eine Gastronomie einziehen, dann müssten viele weitere Vorschriften beachtet werden.
Wir wollen gemeinsam schauen, was wir hier machen können.Bürgermeister Martin Stoiber
Gemeinsam mit der Städtebauförderung der Regierung der Oberpfalz wolle Cham das älteste Wirtshaus der Stadt wieder mit Leben erfüllen. Seine Geschichte erzähle, dass hier sogar der Löwlerbund zuhause war. Nun habe die Mutter das Anwesen an ihren Sohn übergeben, und von Seiten der Stadt unterstütze man das Ehepaar Acosta sehr gerne. „Wir wollen gemeinsam schauen, was wir hier machen können“, erklärte der Bürgermeister. Es wäre schön, wenn man mit einer Gastronomie wieder Leben auf den Marktplatz bringen könnte.
In einem Zimmer gibt's einen echten „Wow-Effekt“
Eine Besonderheit in dem Haus sei das Zimmer, das von den Künstlern der Jakobskirche gestaltet wurde. Beim Rundgang wurde dieses besichtigt und löste bei allen den „Wow-Effekt“ aus. Vom obersten Geschoss aus hat man zudem einen wunderbaren Überblick über den Marktplatz.

Nach der Machbarkeitsstudie werde man sich auf die Suche nach Investoren machen, so Stoiber. „Eventuell könne er sich sogar die Stadt als Investor vorstellen“, betonte er. Auf jeden Fall werde sich die Stadt mit einbringen. Architekt Georg Zunner aus Amberg erinnerte daran, dass er seit drei Jahrzehnten alte Häuser in der Oberpfalz saniert. Leider würden die Leerstände in den Innenstädten immer mehr. Hier müsse man eine zukunftsweisende Lösung finden. Sollten alte Häuser saniert werden können, dann hätte dies auch einen positiven Effekt für Häuser in der Nachbarschaft. Beim „Zum goldenen Löwen“ seien der Denkmalschutz und der Brandschutz wichtige Themen.
Bürgermeister Stoiber verwies nochmals darauf, dass die Stadt Cham und die Regierung der Oberpfalz die Machbarkeitsstudie unterstützen. Er würde sich freuen, wenn hier wieder eine Gaststätte eröffnet werden könnte. Das wäre ein Gewinn für die Innenstadt. Aber auch Wohnungen seien hier möglich.