Geduldsfäden und Beruhigungstee zum Einstieg für Berchings Bürgermeister

Von Bernhard Neumayer · 4. Mai 2026 um 17:00

Mit einem Geschenkkorb haben Mitarbeiter der Stadtverwaltung ihren neuen Chef am ersten Arbeitstag im Rathaus begrüßt. Was Dietmar Zeller in Berching in den nächsten Wochen und Monaten ändern will, verrät er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Im Geschenkkorb enthalten waren viele Leckereien, garniert mit Zetteln, auf denen kurze Nachrichten standen. Aus den Haribo-Schnüren werden Geduldsfäden für den neuen Bürgermeister. Einen Tee soll Dietmar Zeller für die innere Ruhe schlürfen.

Dietmar Zeller übernimmt als Bürgermeister in Berching

Am ersten Arbeitstag im Rathaus hat der 45-Jährige weder Geduldsfaden noch einen Tee zur Beruhigung gebraucht. Als er am Montag um kurz nach sieben Uhr das Rathaus betritt, heißt es für Zeller erst einmal: ankommen, Computer einrichten und mit den Amtsleitern besprechen, wie sie sich die Zusammenarbeit vorstellen und welche Ideen er als neuer Chef hat.

Zeller wünscht sich, dass die Bürger wieder mehr Vertrauen in die Arbeit der Mitarbeiter in der Stadtverwaltung haben. „Sie sollen wieder das Gefühl haben, dass das Rathaus für die Berchinger arbeitet.“ Dazu beitragen soll auch eine transparentere Kommunikation nach außen, wie Zeller sagt. Als Bürgermeister wolle er für die Öffentlichkeit wichtige Informationen aktiv nach außen kommunizieren – in der Presse, im Mitteilungsblatt und über die sozialen Netzwerke.

Zudem wolle er zeitnah Kontakt mit Unternehmern aufnehmen und Gespräche mit den Verantwortlichen der katholischen Kirche führen. Sie sollen den Bürgermeister auf den aktuellsten Stand beim Verkauf des Pettenkoferhauses bringen. Auch um eine Lösung für den Jugendtreff wolle sich Zeller kümmern. Dass das nicht am ersten Arbeitstag passiert, ist auch klar.

Inwiefern er seine Ideen umsetzen kann, sei auch für ihn selbst spannend zu sehen, sagt der Vorsitzende der Bürgerliste, der sich bei den Wählern für den Vertrauensvorschuss bedankt. „Ich will ein Bürgermeister für alle Berchinger sein – auch für diejenigen, die mich nicht gewählt haben“, sagt Zeller, der eine gewisse Ehrfurcht vor der Aufgabe habe. „Ich spüre eine große Verantwortung, aber auch eine große Vorfreude.“