Reibungslose Übergabe der Amtsgeschäfte im Burglengenfelder Rathaus

Von Thomas Rieke · 1. Mai 2026 um 15:00

Am 30. April hatte Thomas Gesche (CSU) definitiv seinen letzten Arbeitstag als Bürgermeister von Burglengenfeld. Doch bevor er in seinem Dienstzimmer ein letztes Mal das Licht ausdrehte, galt es noch Wichtiges zu erledigen. Für seinen Nachfolger Martin Antretter (SPD) waren ein Rundgang durch das Haus sowie die Übergabe diverser Schlüssel und der Amtskette angesagt.

Schon vor Wochen hatte Gesche ausdrücklich betont, er wolle Antretter eine möglichst optimale Übergabe der Amtsgeschäfte bescheren. Dies scheint auch gelungen zu sein. Zumindest bedankte sich Antretter ausdrücklich für Gesches Kooperationsbereitschaft. Man habe sich in den letzten Wochen in vielen Dingen gut ausgetauscht und wolle auch über den 1. Mai hinaus in Kontakt bleiben, hieß es. Vielleicht sei sogar ein gemeinsamer Biergartenbesuch in der Nähe von Gesches neuer Wohnung möglich.

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Bereits am Dienstag hatte Gesche das Rathaus-Personal zu einem Mittagessen eingeladen. Dabei wurden viele nette Worte ausgetauscht und Geschenke überreicht. Manch einer zeigte sich durchaus bewegt, Tränen sollen aber keine geflossen sein. Am Donnerstag überraschten dann die Stadtwerke und der Bauhof den Bürgermeister am Marktplatz mit einem musikalischen Abschiedsständchen.

Viele verabschiedeten sich persönlich

Zuvor hatten zahlreiche Rathaus-Mitarbeiter nach einer Gelegenheit gesucht, sich von ihrem Chef persönlich zu verabschieden und ihm alles Gute zu wünschen. „Ich finde, er hat seine Sache gut gemacht. Zu mir war er immer sehr nett, und er stand stets hinter meiner Arbeit“, sagte eine Bedienstete, die namentlich allerdings nicht genannt werden möchte. Binnen kürzester Zeit sammelte der Reporter aber ähnliche Stimmen, die nicht verstellt wirkten.

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Am Donnerstag gegen 16.30 Uhr schloss sich der Kreis. Im Dienstzimmer war alles akribisch für die obligatorische Schlüsselübergabe vorbereitet worden. Gesche wünschte seinem Nachfolger erneut nur das Beste für sein Amt. Es sei zu hoffen, dass ihm die Arbeit auch Freude bereite. Antretter wiederum dankte Gesche fast gerührt für die Mühen, die sich dieser zuletzt gemacht hatte, um ihm den Einstieg zu erleichtern.

Zunächst ist ein Urlaub angesagt

Letztlich lüftete der scheidende Bürgermeister, der vor einigen Jahren durch eine tückische Augenkrankheit fast erblindete, das Geheimnis, welche Pläne er hat. Zunächst geht es zur Entspannung für eine Weile auf eine griechische Insel. Dann will Gesche in seiner neuen Wohnung, wo sich noch Umzugskisten stapeln, endlich Ordnung schaffen. Und im Spätsommer will der 41-Jährige klären, wie es beruflich für ihn weitergeht. Mittlerweile habe er eine Fülle von Ideen entwickelt, und es seien ihm aus diversen Branchen auch überraschend viele Jobangebote gemacht worden. Vielleicht hilft der anstehende Urlaub bei der Orientierung.