Wohin verschwindet das Wasser? Erhöhter Verbrauch in Rötz festgestellt

Von Stefanie Bauer · 1. Mai 2026 um 11:00

In der Wasserversorgung Rötz (Landkreis Cham) stellen die Wasserwarte derzeit einen erhöhten Verbrauch fest. Die Frage ist: Wohin verschwindet das Wasser, gibt es Lecks?

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Eine akute Gefährdung der Versorgungssicherheit liegt noch nicht vor, wurde in der Stadtratssitzung am Mittwoch betont, weil Trinkwasser von der Wassergenossenschaft Heinrichskirchner Gruppe und dem Tiefbrunnen bezogen werden kann.

Laut Georg Reitinger (LU), dem Wasserbeauftragten der Stadt, ist vor etwa sechs Wochen veranlasst worden, die vom Notverbund mit Grassersdorf aus der Heinrichskirchener Gruppe bezogene Menge für Rötz zu verdoppeln. Wasserwart Marco Tölzer habe über einen erhöhten Wasserverbrauch informiert. Standardmäßig laufen normalerweise aus Heinrichskirchen pro Tag 2500 Liter nach Rötz, um die Leitung zu spülen. Vor kurzem sei diese Menge dann auf 15.000 Liter erhöht worden. Gestern wurde schließlich vereinbart, auf 80.000 Liter zu erhöhen, nach Absprache mit Heinrichskirchens Wasserwart Hans Betz, um den Tiefbrunnen für die Sommermonate zu schonen.

Reitinger: „Man sieht jetzt, wie wichtig die Erschließung war“

„Es handelt sich noch nicht um einen Engpass, aber es ist erst Ende April“, so Reitinger. Der Sommer stehe ja erst noch bevor. Tölzer habe zudem bei den Kreiswerken angefragt, ob sie Trinkwasser liefern können, aber die Information bekommen, dass das nicht möglich ist, weil sonst deren wasserrechtliche Genehmigung überschritten würde.

Dass Heinrichskirchen mit Wasser in dieser großen Menge aushilft, sei nur möglich, da nun seit etwa acht Monaten die Quelle 5, für die man so lange gekämpft hatte, am Netz ist, so Reitinger. Man sehe jetzt, wie wichtig die Erschließung gewesen sei, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. In dieser letzten Stadtratssitzung der abgelaufenen Legislaturperiode schließe sich damit nun der Kreis.

Verbraucher aufgerufen, Wasserzähler zu kontrollieren

Die Zeit, in der der Tiefbrunnen sich durch das Wasser aus Heinrichskirchen erholt, muss laut Reitinger genutzt werden, etwaige Lecks zu lokalisieren. Auch die Wasserwarte sind mit Hochdruck auf der Suche danach. Denn bisher konnte nicht ermittelt werden, ob der momentane Verbrauch tatsächlich so hoch ist oder ob es in den Versorgungsleitungen zu Leckagen gekommen ist.

Alle gewerblichen und privaten Verbraucher sind aufgerufen, ihre Wasserzähler zu kontrollieren beziehungsweise auf nasse Stellen in Gärten, Kellern und dergleichen zu achten und mit dem wertvollen Trinkwasser achtsam umzugehen, wie etwa bei der Gartenbewässerung oder beim Befüllen von privaten Pools. Letzteres sollte unbedingt mit den Wasserwarten abgesprochen werden.

Josef Brandl (FW) merkte an, dass es wichtig sei, die Öffentlichkeit frühzeitig zu informieren, um nachschauen zu können. Wolfgang Babl (LU) erkundigte sich nach der aktuellen Schüttung. In Heinrichskirchen sei diese relativ stabil gewesen im Januar, erfahrungsgemäß sei das auch im Frühjahr und Frühsommer so, weil die Quellen am Frauenstein sehr tief liegen. so Reitinger. „Die Rötzer Quellen lassen etwas stärker nach.“