Beweisaufnahme abgeschlossen: Wolbergs-Prozess geht ins Finale

Von Isolde Stöcker-Gietl · 29. April 2026 um 15:45

Die Verteidigung wollte weitere Befragungen und blitzte mit Anträgen ab. Für kommenden Mittwoch sind die Schlussvorträge im Prozess gegen den ehemaligen Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs geplant.

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Am Ende wird der Tonfall noch einmal scharf. Sieben Beweisanträge hat Verteidiger Peter Witting am Mittwochvormittag vor dem Landgericht München I für seinen Mandanten Joachim Wolbergs eingebracht, doch entscheidend für den Ausgang des Verfahrens scheinen sie nicht mehr zu sein. Denn einen nach dem anderen lehnt Vorsitzender Richter Stephan Necknig die Anträge ab. Etwa die geforderten Einvernahmen zu Detailaspekten rund um Bauträger Ts. Spendenpraxis oder die Aufgabenbereiche Wolbergs im Amt des 3. Bürgermeisters. Es sei für die Urteilsfindung unerheblich, urteilte das Gericht mehrmals. Verteidiger Witting reagierte verärgert.

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Es war ein Verhandlungstag, der bereits mit Frust auf Verteidigerseite begonnen hatte. Das Gericht hatte die Beteiligten dazu aufgefordert, sich auf die Schlussvorträge vorzubereiten. Doch Witting wollte die Beweisaufnahme fortführen. Er habe allerdings nicht geschafft, alle Anträge, die er hätte stellen wollen, vorzubereiten, monierte er. Er frage sich, „ob unter diesen Umständen noch von einem fairen Verfahren die Rede sein kann“, warf er in Richtung Richtertisch.

Beweisaufnahme um 14.48 Uhr beendet

Necknig ließ Witting gewähren. Wieder und wieder unterbrach die Kammer, um zu beraten. Für das Gericht waren jedoch alle notwendigen Beweise erhoben. Necknig verkündete um 14.48 Uhr den Abschluss der Beweisaufnahme. Witting platzte daraufhin der Kragen: „Sie können auch sagen, die Verteidigung ist zu blöd, Beweisanträge zu stellen.“ Man sei es seinem Mandanten schuldig, das zu klären, wiederholte er. Wolbergs selbst saß schweigsam neben seinem Anwalt. Nächsten Mittwoch sind die Schlussvorträge geplant.

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