Nach dramatischem Unfall in Nabburg: Die Suche nach der Ursache läuft

Von Jonas Neubauer · 23. April 2026 um 15:23

Nach dem schweren Verkehrsunfall am Mittwoch in Nabburg gibt es weiterhin keine Entwarnung: Der Zustand des zweijährigen Mädchens ist unverändert kritisch. Die Polizeiinspektion Nabburg teilte am Donnerstagnachmittag mit, dass sich der Gesundheitszustand des Kindes nicht verbessert habe. Es schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

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Das Mädchen war bei dem Frontalzusammenstoß eines Autos mit einem Lastwagen schwer verletzt worden. Besonders tragisch: Erst einen Tag zuvor hatte das Kind seinen zweiten Geburtstag gefeiert. Nach Angaben der Polizei sollen die Kinder im Fahrzeug nach den gesetzlichen Vorschriften gesichert gewesen sein. Welche genauen Umstände darüber hinaus eine Rolle spielten, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Nach Einschätzung der Einsatzkräfte wirkte sich vor allem der noch nicht vollständig entwickelte Körperbau des Kleinkindes auf die Schwere der Verletzungen aus. Die Wucht des Aufpralls habe dadurch deutlich gravierendere Folgen gehabt als bei Erwachsenen.

Insgesamt sechs Personen verletzt

Der Unfall hatte sich am Mittwoch gegen 14.45 Uhr in der Ernst-Hanauer-Straße ereignet. Eine 34-jährige Autofahrerin war aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit einem Lastwagen kollidiert. Insgesamt wurden sechs Personen verletzt, darunter zwei Kinder.

Neben dem lebensgefährlich verletzten Mädchen erlitt auch die 40-jährige Beifahrerin schwere Verletzungen. Drei weitere Beteiligte wurden leicht verletzt, darunter ein vierjähriger Junge. Eine weitere Person erlitt einen Schock. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die Einsatzstelle war von einem Großaufgebot an Rettungskräften geprägt. Neben mehreren Rettungswagen waren auch zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Feuerwehr unterstützte bei der technischen Hilfeleistung und sicherte die Unfallstelle ab. Währenddessen musste die Ernst-Hanauer-Straße für längere Zeit vollständig gesperrt werden, um die Versorgung der Verletzten sowie die Unfallaufnahme zu ermöglichen.

Enorme psychische Belastung für Helfer

Der Einsatz stellte auch für die Helfer eine enorme psychische Belastung dar. Insgesamt 14 Personen wurden im Anschluss durch ein Kriseninterventionsteam der Johanniter sowie durch die Notfallseelsorge betreut.

Die besondere Belastung ergibt sich vor allem aus der Gesamtsituation eines schweren Verkehrsunfalls mit beteiligten Kleinkindern sowie der Vielzahl an Betroffenen, die vor Ort versorgt werden mussten. In solchen Lagen stehen neben der medizinischen Hilfe auch die Betreuung von Beteiligten und Ersthelfern im Fokus.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Neben der Klärung des Unfallhergangs wird auch geprüft, welche Faktoren zu dem folgenschweren Zusammenstoß geführt haben könnten. Weitere Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vor.