Schrecklicher Unfall in Nabburg: Kind (2) schwebt weiter in Lebensgefahr

Von Jonas Neubauer, Johannes Hartl · 22. April 2026 um 22:01

Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Ernst-Hanauer-Straße in Nabburg im Landkreis Schwandorf, bei dem ein Auto und ein Lastwagen kollidiert sind, wurden am Mittwoch gegen 14.45 Uhr sechs Personen verletzt. Ein Kind kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Zustand des zweijährigen Mädchens war auch am Donnerstagmorgen weiter kritisch, wie die Polizei berichtete.

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Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war eine 34-Jährige aus dem östlichen Landkreis Schwandorf auf der Ernst-Hanauer-Straße unterwegs, als sie mit ihrem Auto aus unklaren Gründen auf die linke Fahrbahnseite geriet. Dort kollidierte der Wagen, in dem zudem eine 40-Jährige sowie zwei Kinder (zwei und vier Jahre alt) saßen, frontal mit einem Lastwagen. Der Lkw-Fahrer, ein 56-Jähriger, hatte laut Erstem Kriminalhauptkommissar Markus Weber von der Polizei Nabburg noch versucht, auszuweichen und so die Kollision zu verhindern – aber vergeblich.

Die zwei Kinder, die mit im Auto saßen, wurden durch die Kollision teils schwer verletzt. Das Mädchen erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Nach erfolgreicher Reanimation wurde es mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Dort schwebte es auch am Donnerstagmorgen noch in Lebensgefahr, wie die Polizei berichtete. Der vierjährige Bruder wurde dagegen leicht verletzt.

Kriseninterventionsteam betreute 14 Personen

Insgesamt mussten die Rettungskräfte sechs Personen versorgen, hieß es an der Einsatzstelle. Neben dem schwerverletzen Mädchen erlitt auch die 34-Jährige schwere Verletzungen. Ferner gab es drei Leichtverletzte, darunter den vierjährigen Buben. Eine weitere Person, die nicht am Unfall beteiligt war, erlitt einen Schock. Die Verletzten wurden, soweit nötig, in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot in Nabburg vor Ort. - Foto: Martin Kellermeier
Zwei Rettungshubschrauber waren an die Einsatzstelle geeilt, um die Patienten medizinisch zu versorgen. - Foto: Jonas Neubauer
Das Auto wurde durch die Kollision erheblich beschädigt. - Foto: Jonas Neubauer
Eines der Kinder wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus transportiert. - Foto: Jonas Neubauer

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch zwei Rettungshubschrauber waren nach Nabburg in die Ernst-Hanauer-Straße alarmiert worden. Die Arbeit des Rettungsdienstes koordinierte Einsatzleiter Rettungsdienst Patrick Wolf.

Durch die Beteiligung von kleinen Kindern ist das auch für die Einsatzkräfte eine besondere Situation.Christian Demleitner, Kreisbrandrat

Auch die Feuerwehr war mit 50 Einsatzkräften aus Diendorf, Nabburg, Pfreimd und Wölsendorf an die Unfallstelle geeilt. Ferner waren Kreisbrandrat Christian Demleitner und Kreisbrandmeister Günther Ponnath vor Ort. „Durch die Beteiligung von kleinen Kindern ist das auch für die Einsatzkräfte eine besondere Situation“, sagte Demleitner. Zudem war ein Kriseninterventionsteam alarmiert worden, um Ersthelfer und Beteiligte zu betreuen. Insgesamt kümmerte sich das Team um 14 Personen.

Wie es zu dem Unfall kam, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Laut Polizei sind die Gründe, wieso das Auto auf die linke Fahrbahnseite geriet, noch unklar.