„Hatte riesen Schutzengel“: Neunburgs Bürgermeister Martin Birner in Autounfall verwickelt

Von Philipp Breu, Martin Kellermeier · 22. April 2026 um 19:00

Schreckmoment für das Neunburger Stadtoberhaupt: Auf dem Weg zu einem Besichtigungstermin ist der wiedergewählte Bürgermeister Martin Birner (CSU) am Mittwochnachmittag mit seinem Dienstwagen bei Fuhrn (Landkreis Schwandorf) verunglückt. Mit ihm im Auto saßen zwei städtische Mitarbeiter.

Völlig zerbeult steht ein schwarzer BMW auf der Staatsstraße 2151 bei Fuhrn. Ein paar Hundert Meter weiter spricht ein sichtlich aufgeregter Martin Birner mit der Polizei, um gleich danach wieder zu telefonieren. Was wenige Minuten zuvor, gegen 14 Uhr passierte, wird Neunburgs Bürgermeister wohl sein Leben lang nicht vergessen. Der 55-Jährige war mit seinem Dienstwagen zwischen Schwarzenfeld und Neunburg unterwegs, er saß selbst am Steuer.

Zwischen Kemnath und Fuhrn wollte Birner dann nach eigenen Angaben nach links in einen Feldweg einbiegen, um dort zusammen mit seinen beiden Mitarbeitern eine Besichtigung im Zuge der Flurneuordnung zu machen. Er habe dafür die Geschwindigkeit verringert und den Blinker gesetzt. Vor ihm fuhr ein Lastwagen, so Birner.

Polizei Neunburg ermittelt den Unfallhergang

Dann ging alles ganz schnell. Just in dem Moment, als Birner nach links einlenkte, krachte es. Eine 54 Jahre alte Audifahrerin aus dem östlichen Landkreis Schwandorf, die den Dienstwagen des Bürgermeisters und zwei hinter ihm fahrende Autos überholen wollte, bemerkte den Abbiegevorgang zu spät. Den genauen Unfallhergang klärt nun die Polizeiinspektion Neunburg. Beide Verkehrsteilnehmer seien jedenfalls fahrtüchtig gewesen, teilte ein Polizeibeamter auf Anfrage der MZ mit.

Nur noch Schrottwert dürfte der Dienstwagen des Neunburger Bürgermeisters Martin Birner haben. - Foto: Philipp Breu

Während der Audi lediglich an der Beifahrerseite beschädigt wurde, hat es Birners BMW heftiger erwischt. Der Wagen dürfte wohl ein wirtschaftlicher Totalschaden sein. Laut Polizei entstand an den beiden Autos ein Gesamtschaden in Höhe von 45.000 Euro.

Auch Verletzte gab es. Einer der beiden städtischen Mitarbeiter sowie die Fahrerin des Audi erlitten laut Polizei leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie der Helfer vor Ort des BMW-Werks Wackersdorf waren im Einsatz, bilanzierte Einsatzleiter Rettungsdienst Patrick Wolf.

Mit dem Kopf gegen die Fahrzeugwand gestoßen

Neunburgs Bürgermeister blieb äußerlich unverletzt. Er sei zwar mit seinem Kopf gegen die Fahrzeugwand gestoßen, konnte aber schnell Entwarnung geben. „Es geht mir gut“, versicherte Birner gegenüber der MZ.

Der Rathauschef zeigte sich beeindruckt vom schnellen und umsichtigen Handeln aller Rettungskräfte. „Das hat hervorragend funktioniert“, lobte der CSU-Kommunalpolitiker. Jetzt, nach dem 22. April, wisse er, dass er einen großen Schutzengel habe. „Man kann heilfroh sein, dass nicht mehr passiert ist“, so Birner.

Neben Polizei und Rettungsdienst waren die Feuerwehren Kemnath b. Fuhrn und Fuhrn im Einsatz. Sie sicherten die Unfallstelle ab, regelten den Verkehr und reinigten die Fahrbahn. Auch Kreisbrandmeister Reinhold Stangl war vor Ort.