Mehr Komfort und klare Wege: Umbau im Rathaus in Bad Kötzting steht vor Abschluss

Von David Salimi · 17. April 2026 um 05:00

Wer künftig das Neue Rathaus in Bad Kötzting betritt, landet nicht mehr einfach in einem Durchgangsbereich, sondern in einem zentralen Anlaufpunkt für Bürger. Die Umgestaltung des Eingangsbereichs samt neuem Bürgerbüro steht kurz vor dem Abschluss. „Die Arbeiten dauerten länger als ursprünglich geplant“, sagt Bauamtsleiter Christian Kopf. Bis Anfang Mai soll nun die neue Anlaufstelle zugänglich sein.

Hinter dem Projekt steckt eine längere Vorgeschichte: Bereits 2020 hatte die Stadt die Neugestaltung ins Auge gefasst. Umgesetzt wird sie seit Sommer 2024. Dass sich die Bauzeit streckte, lag laut Kopf vor allem an der Auslastung der Handwerksbetriebe. „Und wir wollten keinen Druck machen. Es gibt dringlichere Aufgaben.“

Hinzu kam ein weiterer Faktor: Zeitdruck bestand kaum. Während der Bauphase konnten die Arbeitsplätze des Bürgerbüros problemlos ausgelagert werden, der Betrieb lief weiter.

Ideen aus der Region setzen sich durch

Bevor überhaupt gebaut wurde, stand eine grundlegende Entscheidung an. Drei Anbieter aus der Region reichten ihre Konzepte für die Neugestaltung ein – quasi ein kleiner Wettbewerb, wie Kopf berichtet. Den Zuschlag erhielt schließlich die Ideenwerkstatt Sowieso aus Matzelsdorf.

Ausschlaggebend seien vor allem gestalterische Aspekte gewesen: organische Farben, geschwungene Formen und viele Details. Ein weiterer Vorteil lag in der Zusammenarbeit mit der Schreinerei Lorenz aus Grub. Dadurch konnten zahlreiche Elemente individuell und passgenau umgesetzt werden.

Das Ergebnis ist ein neu strukturiertes Foyer, das klar auf den Publikumsverkehr ausgerichtet ist. Im Mittelpunkt steht eine offene Theke, an der künftig ein Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes als erster Ansprechpartner zur Verfügung steht – jenes Amt mit dem größten Besucheraufkommen.

Sitzgelegenheiten und Info-Terminals

Ergänzt wird der Bereich durch Sitzgelegenheiten und zwei Info-Terminals. Materialien wie heimischer Granit am Boden und dunkles Hartholz im Innenausbau prägen das Erscheinungsbild. Parallel dazu wurden auch die Sanitäreinrichtungen modernisiert und ein behindertengerechtes WC eingebaut.

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Ein zentrales Ziel der Maßnahme war die Barrierefreiheit. Vom Parkplatz aus ist das Bürgerbüro nun über einen Aufzug erreichbar. Auch innerhalb des Gebäudes wurden entsprechende Anpassungen vorgenommen.

Noch wird hier gehämmert und gesägt. In Kürze steht an der offenen Theke im Bürgerbüro ein Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes als erster Ansprechpartner bereit. - Foto: David Salimi

Im Erdgeschoss sind neben dem Einwohnermeldeamt auch Ordnungsamt, Standesamt und Friedhofsverwaltung untergebracht. Während im Bürgerbüro neues Parkett verlegt wurde, blieb in den übrigen Räumen das vorhandene Holzparkett erhalten und wurde aufgearbeitet.

Mit der Fertigstellung ändert sich auch die Wegeführung: Der Haupteingang wird künftig in das sogenannte „Gelenk“ zwischen Altbau und Neubau verlegt. Dort besteht bereits eine barrierearme Rampe. Von hier aus gelangen Besucher entweder in den Erweiterungsbau – unter anderem zur Kfz-Zulassung des Landratsamtes – oder direkt ins Bürgerbüro. Laut Kopf wolle man an dieser Stelle künftig noch weiter in Sachen Barrierefreiheit nachbessern.

Helle Räume und überarbeitetes Parkett prägen die Büros im Erdgeschoss. - Foto: David Salimi

Die aktuellen Arbeiten sind Teil eines größeren Konzepts zur barrierefreien Umgestaltung des Rathauses. Nach dem bereits abgeschlossenen Bau des Aufzugs folgt nun der zweite Bauabschnitt mit Bürgerbüro und neuem Eingangsbereich.

Als nächstes soll das „Gelenk“ selbst aufgewertet werden – mit neuem Boden, frischem Anstrich und einer weiteren Rampe. Den Abschluss bildet die Neugestaltung der Fassade.