Eine Zeitreise in die Vergangenheit Kelheims - Film zeigt Szenen aus den 60ern und 70ern

Von Louis Schroeder · 14. April 2026 um 15:00

Einmal eine Zeitmaschine besitzen, um die Vergangenheit hautnah zu erleben – das ist wohl der Traum vieler. Am 26. April kann man diesem Traum ein Stück näher kommen: Im Kinocenter wird in einer Sondervorstellung die filmische Zeitreise „Schönes Kelheim“ auf der großen Leinwand gezeigt.

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„Es ist mir ein Herzensprojekt“, sagt Richard Braun, der das Schneiden des Films übernommen hat. Die alten Filme und wie es früher war, interessieren ihn schon immer. Besonders wichtig war ihm beim Filmschnitt, auch die Tonspuren zu überarbeiten und zu korrigieren, denn im Archivmaterial waren Ton und Bild versetzt. Unterstützung bei der Veröffentlichung des Films erhielt Braun vom Betreiber des Kinocenters Kelheimer Lichtspiele Stefan Lang.

Es ist mir ein Herzensprojekt.Richard Braun, Initiator

„Viele ältere Besucher konnten sich selbst in den gezeigten Szenen wiedererkennen oder erinnerten sich an bekannte Orte und Ereignisse“, erzählt Lang.

Bereits die erste Vorführung am 7. Dezember war ein großer Erfolg . Anfangs hatten sie nicht damit gerechnet, doch das komplette Kino war schnell ausverkauft. Auch die Nachfrage nach der zweiten Vorstellung ist groß: Schon wenige Tage nach der Ankündigung sind zahlreiche Plätze reserviert.

Präsentiert werden aufwendig restaurierte Filmszenen aus Kelheim und der Umgebung. Das Programm umfasst unter anderem historische Aufnahmen der ehemaligen Firma Eicher, die Befreiungshalle im Jubiläumsjahr 1963, das Hochwasser von 1965 sowie die Ratisbona-Bergrennen aus den Jahren 1963 und 1975. Ergänzt wird die Auswahl durch stimmungsvolle Eindrücke einer Schifffahrt durch den Donaudurchbruch.

Die Idee zu diesem besonderen Projekt, der breiten Öffentlichkeit die Filme zu zeigen, entstand bereits vor einiger Zeit innerhalb der Ortsgruppe der CSU. Die Umsetzung erwies sich jedoch zunächst als schwierig. Schließlich übernahm das Mitglied Richard Braun die Organisation des Projekts - mit Unterstützung des Kelheimer Stadtarchivars Wolf-Heinrich Kulke. Die Aufnahmen hat Braun gesichtet, digitalisiert und zu einem 75-minütigen Gesamtwerk zusammengeschnitten.

Richard Braun kann sich gut vorstellen, das Projekt weiterzuführen. „Material ist genügend im Archiv“, sagt er. Eine Fortsetzung ist nicht ausgeschlossen. Zunächst gibt es jedoch für alle, die beim ersten Termin keinen Platz mehr bekommen haben, nun eine weitere Chance „Schönes Kelheim“ im Kino zu sehen.

Außerdem soll ein Teil der Einnahmen, die bei den Aufführungen generiert werden, gespendet werden. Wohin genau das Geld fließen wird, ist noch offen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Generationen – sowohl Zeitzeugen als auch jüngere Besucher können dabei ein lebendiges Stück Stadtgeschichte erleben. Es bleibt eine seltene Gelegenheit, Kelheim so zu sehen, wie es viele heute nicht mehr kennen – und vielleicht fühlt es sich sogar für den ein oder anderen wie eine kleine Zeitreise an.

Restaurierte Szenen

• Termin: Die Vorstellung beginnt am Sonntag, 26. April, um 13 Uhr und dauert etwa 75 Minuten.

• Kosten: Der Eintritt beträgt 7,50 Euro. Tickets sind an der Kinokasse sowie im Vorverkauf auf der Internetseite vom Kinocenter Kelheim erhältlich.

• Inhalt: Zu sehen sind restaurierte Filmszenen aus Kelheim und der Umgebung. Das Programm umfasst unter anderem historische Aufnahmen und Tondokumente.