Als in Kelheim der Seifenkistl-Nachwuchs Fahrt aufnahm

Von Mittelbayerische Zeitung · 14. April 2026 um 05:00

Neben dem Seifenkistl-Rennen der Naturfreunde in Kelheim und dem 9. Kelheimer Abfahrtsrennen für Kanuten beschäftigte auch der Eimerkettenbagger „Wiebeking“ in der Kelheimer Donau die MZ-Reporter vor Jahrzehnten.

Vor 20 Jahren: Von ihrer besten Seite zeigte sich die Donau beim 9. Kelheimer Abfahrtsrennen für Kanuten: Bei optimalem Wasserstand wurden die Läufe zu einer einzigen Rekordjagd. Sieger Volker Seibel vom WS Wiesbaden war nicht zum ersten Mal der Schnellste auf dem vier Kilometer langen Flussabschnitt zwischen Weltenburg und Kelheim. Diesmal siegte er in ausgezeichneten 15:17,52 Minuten. Insgesamt waren 63 Sportler am Start. „Das ist zwar kein Rekord, aber man muss die Osterferien in Betracht ziehen“, war KC-Pressewart Norbert Kellner auch damit zufrieden. Zufriedene Gesichter gab es auch unter den Startern – „Nach dem langen Winter waren die Kanuten richtig scharf auf dieses Rennen“, erzählte Landestrainer Peter Meinhardt.Vor 30 Jahren: Bei frühlingshaften Temperaturen konnten die in der kalten Jahreszeit gebauten Seifenkistl getestet werden. „Einfach toll. Vielleicht werde ich mal ein großer Rennfahrer. Auch Weltmeister Michael Schumacher hat klein angefangen“, sagte ein Bub nach der Testfahrt. Gelegenheit, sich mit der Konkurrenz zu messen, würde der junge Kelheimer dann im September haben, beim Seifenkistl-Rennen der Naturfreunde.

Vor 35 Jahren: Es klapperte wie „die Mühle am rauschenden Bach ...“ – behäbig förderten die Schaufeln auf dem Eimerkettenbagger „Wiebeking“ Kies zutage. Immerzu, wie Mühlenräder, drehten sich die Förderbänder auf der schwimmenden Baustelle, und der rauschende Bach war die Donau. Der Arbeitsplatz auf der Plattform war jedoch weit von der Idylle einer Mühle entfernt. Wozu das Ganze? Die Verlandung der Donau war den Kapitänen ein Dorn im Auge; außerdem sollte die Wasserstraße nach Inbetriebnahme des Rhein-Main-Donau-Kanals auch für größere Schiffe gerüstet sein. Also machten sich Schiffsführer Kurt Danneleit und sein Maschinist Antonijevic Nenad jeden Tag mit dem Gütermotorschiff „Naab“ auf den Weg zum Eimerkettenbagger, der zwischen der Europabrücke und dem Kelheimer Hafen stationiert war, und beseitigten das störende Element Kies.

Vor 40 Jahren: Fast 2500 Besucher wollten beim Bundesliga-Lauf im Neustädter Anton-Treffer-Stadion dabei sein. Kühles Wetter, heißer Punsch und heiße Würstchen waren die Begleiter beim zweiten Lauf in der Speedway-Bundesliga, der Neustadt einen Erfolg für das heimische Team brachte. Obgleich die Fahrer des MSV Neustadt mit jeweils 68 Laufpunkten punktgleich mit den Mannen des AC Landshut waren, erhielten die Landshuter den Siegerpokal und die Blumen, da sie ein besseres Verhältnis der errungenen Plätze vorweisen konnten.