Baumaßnahmen: „Geschlossener Bereich“ und schalldichter Raum sind geplant

Von Jochen Dannenberg · 14. April 2026 um 05:00

Die städtische Sing- und Musikschule ist gut ausgelastet. Damit das so bleibt, haben die Lehrerinnen und Lehrer auch in diesem Jahr vieles geplant. Auch eine Baustelle steht an.

276 Schülerinnen und Schüler hat die Schule. Manche nehmen sogar doppelt Unterricht, weil sie mit ihrem Instrument in zwei Kursen sind oder weil sie zwei Instrumente lernen. „Das zeigt, wie vielfältig und leistungsfähig unsere Musikschule ist“, sagte Bürgermeister Thomas Memmel deshalb unlängst in der Sitzung des Kulturausschusses des Stadtrats, als Christiane Hainzl, Leitern der Sing- und Musikschule, einen Überblick über die Arbeit der Einrichtung gab. Ein Grund für die Beliebtheit Schule, stellte Memmel fest, seien die zahlreichen Lehrkräfte und ihre Treue zur Schule. Aber es gibt auch Probleme.

Der Unterricht findet in Räumen der Grundschule statt. Die ist aufgrund der Schülerzahlen jedoch seit Jahren ausgelastet, so dass weitere Arbeiten in dem Schulgebäude kaum denkbar sind und das Schulgebäude deshalb erweitert werden soll. Ein Ausschussmitglied fragte darum nach, wie es denn um die Raumplanung an der Grundschule für den Musikunterricht stehe. Die Antwort von Musikschulleiterin Christina Hainzl war deutlich. Die Raumplanung sei „nicht immer einfach“ und man habe „schon viele Gespräche geführt“.

Bürgermeister strebt einen „geschlossenen Bereich“ an

Der Bürgermeister machte klar, dass es keine schnelle Verbesserung geben werde. Er sagte: „Wir müssen das Thema im Rahmen der Grundschulerweiterung diskutieren.“ Er strebe an, dass die Sing- und Musikschule ein „geschlossener Bereich“ werde.

Aktionen für Kinder, etwa bei Märkten in Neustadt (Bild) gehören auch zum Programm der Sing- und Musikschule. Hier werden gerade Schlauchtrompeten gebastelt. - Foto: Christiane Hainzl

Was das bedeutet, erläuterte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Problem sei der Zugang zum Schulgebäude, sagte Memmel. Der erfolge am Nachmittag über eine Seitentür. Dadurch könnten auch Unbefugte ins Schulgebäude gelangen. „Das soll künftig verhindert werden“, stellte der Bürgermeister fest. Die Lösung des Problems werde im Rahmen der angestrebten Bauarbeiten an der Schule angestrebt. Ein Teil der Baumaßnahme ist auch ein schallisolierter Raum, der werde für den Schlagzeugunterricht benötigt.

Großes Sommerkonzert im Kursaal Bad Gögging

Immer wieder versuchen die Lehrer und Lehrerinnen der Musikschule auch das Interesse jener Bürger fürs Musizieren zu wecken, die bisher noch kein Instrument spielen. Darum geht es in Kürze beim Familientag. Er findet am 26. April zum dritten Mal in der Grundschule statt. „Hier können alle Instrumente ausprobiert werden“, sagt Christiane Hainzl. „Es wird wieder ein Instrumentenbingo geben, für das man Stempel sammeln kann und es gibt eine Verlosung mit tollen Sachpreisen.“ Außerdem bieten die Schülerinnen und Schüler mit den Dozenten in der Aula der Grundschule ein „Musikcafe“, in dem man die verschiedenen Gruppierungen der Musikschule und auch Solisten hören und nebenbei Kaffee und Kuchen genießen kann.

Ein Schwerpunkt des Unterrichts sind die freiwilligen Leistungsprüfungen in Bronze und Silber. Am 9. Mai findet dazu eine Theorie- und Praxisprüfung statt. Geprüft werden Tonleitern, Literaturstücke, Dreiklänge, Musikgeschichte, allgemeine Musiklehre und Gehörbildung.

Weitere Termine in diesem Jahr sind die Anmeldungsphase für das neue Musikschuljahr und das große Sommerkonzert, das am Freitag, 3. Juli, stattfinden soll. Im Kursaal in Bad Gögging werden die Schülerinnen und Schüler zeigen, was sie gelernt haben. Außerdem werden beim Sommerkonzert die Urkunden für die Leistungsprüfungen überreicht. Zum Schuljahresende finden die internen Vorspielabende in der Aula der Grundschule statt (13. bis 29. Juli).

Die Musikschule lädt regelmäßig zum Sommerkonzert ein. Die jungen Musiker und Musikerinnen stellen dann ihr Können unter Beweis. - Foto: Christiane Hainzl