Bahn äußert sich: Neue Details zu Bus-Irrfahrt auf der Steinernen Brücke in Regensburg

Vor Ostern sorgte ein Schienenersatzverkehrs-Bus, der sich auf der Steinernen Brücke verfahren hat, für Aufsehen in Regensburg. Das Gefährt ist Teil der SEV-Flotte, die derzeit zwischen Regensburg und Nürnberg verkehrt. Nun hat sich die Deutsche Bahn auf MZ-Anfrage geäußert und erklärt, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.
Zur Erinnerung: Am Dienstag vor einer Woche sorgte der Bus, der unerlaubterweise auf die Steinerne Brücke fahren wollte, für einen Polizeieinsatz in den Morgenstunden. Die Beamten lotsten den Fahrer von der weltberühmten Flussquerung herunter. Die Polizei teilte auf Anfrage mit, dass es aufgrund mangelnder Ortskenntnis und eines fehlenden Navigationsgeräts zu dem Fauxpas kam.
Das spezifizierte eine Sprecherin der Deutschen Bahn nun noch einmal auf Anfrage der Mittelbayerischen Zeitung. „Im konkreten Fall kam es laut dem zuständigen Busunternehmen deu.mobil GmbH kurzfristig zu personellen Ausfällen, sodass die Fahrt von einem Fahrer übernommen wurde, der zwar bereits Einweisungsfahrten auf der betreffenden Strecke absolviert hatte, aber sich noch in der abschließenden Phase der Streckenkunde befand.“ Parallel dazu habe der ursprünglich vorgesehene Einweisungsfahrer ebenfalls nicht zur Verfügung gestanden, weshalb der Fahrer die Strecke erstmals eigenständig bediente.
Fahrer werden für Ersatzverkehr zwischen Regensburg und Nürnberg geschult
Ein Großteil der Fahrer sei bereits seit Jahresanfang für das Busunternehmen tätig und sei umfassend auf die Aufgaben im Ersatzverkehr vorbereitet worden, betont die Sprecherin der Deutschen Bahn. „Dazu gehörten auch Streckeneinweisungen auf den eingesetzten Linien. In Einzelfällen befinden sich Mitarbeitende noch in der vertieften Streckenkenntnisphase.“ Im vorliegenden Fall habe sich der Bus auf dem Weg zur Starthaltestelle befunden, es seien somit keine Fahrgäste an Bord gewesen. „Die Situation konnte vor Ort gelöst werden.“
Darüber hinaus betont die DB-Sprecherin. „Sowohl uns als DB als auch den Busunternehmen ist es wichtig, einen reibungslosen Betrieb des Ersatzverkehrs sicherzustellen.“ Deshalb setze man auf eine „kontinuierliche und strukturierte Einarbeitung der Fahrer“. Das gelte insbesondere für die Streckenkenntnis und die örtlichen Gegebenheiten. „Neue Mitarbeitende werden von Beginn an auf den jeweiligen Linien begleitet und erhalten umfassende Einweisungen, sodass sie bestmöglich auf ihre Aufgaben vorbereitet sind.“ Zusätzlich sind die in den Fahrzeugen eingesetzten Tablets bereits mit Navigationssystemen ausgestattet, die die Fahrer im täglichen Betrieb unterstützen, beteuert die DB-Sprecherin. Der Fahrer hatte der Polizei da allerdings noch etwas anderes erzählt.