253 Pferde beim traditionellen Leonhardiritt in Furth im Wald gezählt

Sonnenschein lockte am Ostermontag viele Besucher nach Furth im Wald im Landkreis Cham, um den traditionellen Leonhardiritt zu sehen. Ab 9.45 Uhr zogen 253 prächtig geschmückte Pferde durch die Straßen der Festspielstadt. Georg Breu aus Warzenried wurde von Bürgermeister Sandro Bauer für seine 40-malige Teilnahme geehrt. Nach dem Festgottesdienst am Stadtplatz wurden Pferde, Reiter und die Leonhardibrote von Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl gesegnet.
Schon am frühen Morgen des Ostermontags kamen die ersten Rosserer nach Furth im Wald, um ihren Aufstellungsplatz für den Leonhardiritt zu suchen. Nachdem sich der Bereich Kötztinger Straße, Daberger Straße und Eschlkamer Straße im vergangenen Jahr als Aufstellungsort bewährt hatte, wurde dieser Bereich auch in diesem Jahr beibehalten. Sehr schnell füllten sich die Parkplätze mit Pferdeanhängern und kurz vor 9.45 Uhr war alles bereit für den Leonhardiritt.
Aktuelle Ritterpaare in Kutschen mit dabei
Lutz Hastreiter, dessen Familie seit 130 Jahren das Patronat über die Leonhardikirche inne hat, läutete die Glocke, sie war das Zeichen für den Start.







Zuvor hatte er zusammen mit Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl das schön geschmückte Kreuz an Matthias Lamecker übergeben. Der Spielmannszug „Grenzfähnlein“ führte den Leonhardiritt an. Reiter und Kutschen umfuhren die Leonhardikirche, und dann ging es an vielen Zuschauern vorbei durch die geschmückte Stadt hinauf zum Stadtplatz.
Insgesamt 15 Kutschen und Truhenwägen waren besondere Blickfänge. In einer Kutsche saßen Bürgermeister Sandro Bauer, 2. Bürgermeister Michael Mühlbauer, 3. Bürgermeister Franz Former und Kulturreferent Heinz Winklmüller. Nicht fehlen durfte die Kutsche mit den Ritterpaaren des Jahres 2026: Julia Baumann und Max Wild sowie Miriam Stoiber und Franz-Josef Klier. Der Vorjahres-Ritter Tobias Jelinek führte hoch zu Ross die Marienstandarte mit.
Besondere Ehre für Teilnehmer Georg Breu
Musikalische Akzente setzten neben dem Spielmannszug „Grenzfähnlein“ auch das Blasorchester Furth im Wald und die Kapelle Lecker. Starke Abordnungen waren auch in diesem Jahr aus der Pfingstrittstadt Bad Kötzting, aus Waldmünchen, aus Eschlkam und Warzenried, Arnschwang, Haibühl und Hohenwarth gekommen, um das alte Gelübde zu erfüllen. Wie gewohnt stark vertreten waren die Leonhardireiter. Auch zwei kleine Esel wurden mitgeführt.
Am Stadtplatz angekommen begrüßte Bürgermeister Sandro Bauer Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl und Pfarrvikar Thomas Samuel, die den Festgottesdienst gestalteten. Er zeigte sich erfreut, dass 253 Pferde gekommen waren, um am Ostermontag das alte Gelübde zu erfüllen. Dies sei eine kleine Steigerung zum letzten Jahr. Der Ritt habe bei bestem Wetter stattfinden können. Sein Dank galt allen Teilnehmern und den Musikgruppen.
Mit dem Leonhardilied, gespielt vom Blasorchester Furth im Wald, wurde der Festgottesdienst eröffnet. Regionalkantor Wolfgang Kraus und die Kapelle Lecker übernahmen dann die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.
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Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl betonte, dass man heute zusammen gekommen sei, um zu beten und zu bitten, dass es eine gute Saison am Hof und im Haus wird. Bürgermeister Sandro Bauer und Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl konnten Georg Breu aus Warzenried für seine 40-malige Teilnahme mit einer Urkunde und einer Standarte auszeichnen.
Mit dem Segen für die vielen Pferde und deren Reiter sowie die Leonhardibrote endete der Festgottesdienst. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr verteilten die Brote anschließend an die Reiter.