Bischofshof-Aus in Regensburg: Die Kirche ist ein Unternehmen wie jedes andere auch

Von Christian Eckl · 2. April 2026 um 15:47

Die Schließung einer traditionsreichen Regensburger Brauerei wirft ein bezeichnendes Licht auf die Kirche als Arbeitgeber — und darauf, wie sie mit ihren Mitarbeitern umgeht. Ob das dem Anspruch einer Institution gerecht wird, die sich moralische Maßstäbe auf die Fahnen schreibt, beleuchtet dieser Kommentar.

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Wer glaubte, die Kirche sei ein besonderer Arbeitgeber, der wird angesichts der Aufgabe einer echten Regensburger Traditionsbrauerei eines Besseren belehrt. Nicht etwa, dass die Kirche die Brauerei-Mitarbeiter angesichts der wirtschaftlich zuletzt dramatischen Lage schlechter behandeln würde, als es in anderen Branchen üblich ist. Die Kirche behandelt ihre Mitarbeiter ganz genau so, wie es eben auch Wirtschaftsunternehmen machen.

Das bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass es keinen moralischen Bonus mehr für die Kirche geben darf.

Vielmehr ist sie zu behandeln wie jedes andere Unternehmen: Wer nach wirtschaftlichen Aspekten handelt, der ist eben auch ein ganz normales Unternehmen. Immerhin haben sich die Verantwortlichen durchgerungen, über den üblichen Wert eines halben Bruttogehalts mal Betriebsjahren hinaus Abfindungen zu zahlen. Das ist lobenswert. Am Ende dürfte aber der Rechtsfrieden der Grund gewesen sein.