Ponholzer Spargel: Trotz gestiegener Produktionskosten stabile Preise

Von Thomas Rieke · 3. April 2026 um 05:00

Gestiegener Mindestlohn, höhere Kosten bei Kraftstoffen und Folien-Material – für Landwirte wie Matthias Weilhammer aus Ponholz im Kreis Schwandorf sind die Rahmenbedingungen nicht einfacher geworden. Trotzdem blickt der 29-jährige Agrarbetriebswirt optimistisch in die Zukunft, zumindest was die Spargelsaison angeht.

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Die hat nämlich auch auf dem Weilhammer-Hof in Ponholz heuer etwas früher begonnen als erwartet. Weil die Saisonarbeiter erst diese Woche eingetroffen sind, musste die Betreiberfamilie am 26. März, als die ersten Spargelstangen erntereif waren, selbst die Ärmel hochkrempeln. Eltern, Söhne, Tochter samt Lebensgefährten – alle packten mit an. Einmal mehr zeigte sich, wie wichtig Zusammenhalt ist.

Glückliches Zusammenspiel verschiedener Faktoren

Was Matthias Weilhammer in die Kisten legte, erfreute sein Auge. Der Spargel spross heuer nicht nur sehr zeitig, er hat auch die Qualität, die sich der Erzeuger nur wünschen kann. Weilhammer nennt diverse Wettereinflüsse als Gründe: Der Regen nach dem Abschluss der Saison 2025 sei ein Segen gewesen. Ebenso die Trockenheit im Herbst, denn sie habe dazu beigetragen, dass die Pflanzen gesund blieben. Außerdem konnten sie Mineralien und Zucker einlagern, erklärt der Fachmann. Heuer habe dann der schnelle Wechsel von winterlichen Temperaturen zu ein paar wärmeren, fast schon sommerlichen Tagen für biologische Impulse gesorgt. Dem Spargel sei unter den Folien richtig eingeheizt worden, so dass er mächtig angeschoben habe.

Die Weilhammers mischen seit über 20 Jahren erfolgreich im Spargelgeschäft mit. Heuer ist die Anbaufläche rund fünf Hektar groß. Sie ist mit mehreren Sorten bestückt, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen, so dass bis zum traditionellen Finale am Johannitag (24. Juni) stets für Nachschub gesorgt ist.

Erntehelfer aus Rumänien zählen fast schon zur Familie

Bei den Erntehelfern handelt es sich um ein bewährtes, vierköpfiges Team aus Rumänien. Im Laufe der Zeit seien die Arbeiter fast ein Teil der Familie geworden, berichtet Matthias Weilhammer. Bezahlt werden die Helfer nach dem gesetzlichen Mindestlohn, der zum 1. Januar von 12,82 auf 13,90 Euro gestiegen ist. Bemühungen der Landwirte, für Saisonarbeiter eine Ausnahmeregelung durchzusetzen, sind gescheitert.

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Trotzdem versuchen die Weilhammers, die Preise für ihren Spargel stabil zu halten. Denn schließlich litten ja auch die Kunden krisenbedingt unter steigenden Lebenshaltungskosten. Die eigenen Mehrausgaben versucht die Landwirtsfamilie durch Effizienzsteigerung auszugleichen. Gelingen soll dies durch eine sogenannte Spargelspinne, die dabei hilft, die Abdeckfolien zu heben.

Der junge Landwirt ist stolz auf seine Produkte, die er unter anderem im eigenen Hofladen anbietet. - Foto: Thomas Rieke

Doch die höheren Löhne sind, wie eingangs erwähnt, nicht der einzige Faktor, der Bauern zu schaffen macht. Auch in anderen Bereichen steigen ihre Ausgaben, zum Beispiel für Betriebsstoffe, Folien oder Dünger. Das werde sich aber erst 2027 auswirken, versichert Weilhammer. Heuer soll der einzigartige Spargelgeschmack durch nichts getrübt werden.

Der 29-Jährige weiß, dass Spargel bei Discountern teils deutlich günstiger zu haben ist als auf seinem Hof oder an seinen mittlerweile vier Verkaufsständen in Burglengenfeld, Regenstauf, Nittenau und Laaber. Aber er hofft, dass der Kunde die Rechnung nicht ohne den ökologischen Fußabdruck macht und sich bewusst ist, dass regional erzeugtes Gemüse frischer ist als Ware, die lange Wege hinter sich hat.