Das ist der neue Easy-Wirt: Countdown läuft bis zur Wiedereröffnung des Chamer Kult-Lokals

Von Tanja Fenzl · 29. März 2026 um 19:05

„Wenn ich was mache, dann mache ich es gscheid“, sagt der Mann hinter dem Tresen in Bar 3 im Easy. Seit Monaten spekulieren die Chamer, wer denn der neue Wirt ist, der in die großen Fußstapfen von Kultwirt Christian Schneider treten will. Nachfolger vom „Bobesch“ wird Matthias Schwägerl, Spitzname Mod. Jetzt, wo er mit den Renovierungsarbeiten in dem Kellergewölbe fast fertig ist, gibt er auch seinen Namen zur Veröffentlichung frei.

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Schwägerl, Elektrikermeister von Beruf, arbeitet derzeit noch bei einer größeren Baufirma, wo er ein begonnenes Großprojekt noch beenden will, ehe er sich seinem neuen Lebensabschnitt widmet. Zu viel Aufmerksamkeit – das ist ohnehin nicht seine Sache. „Ich mache lieber, statt lang zu reden“, sagt er. Und so ist auch in den letzten Wochenenden aus dem Easy eine Baustelle geworden – der 51-jährige Kothmaißlinger überlässt bei der Renovierung nichts dem Zufall und langt lieber selber hin. Unter anderem die Elektronik samt Lichtanlage hat er so optimiert und überarbeitet – „nicht, dass frühere Kollegen und Lehrlinge da was zu meckern finden“, grinst er.

Gewartet, bis eine passende Immobilie gefunden war

Nicht nur im Gastrobereich selbst war noch viel zu tun, sagt Schwägerl, auch die Küche und Sanitäranlagen wurden komplett gereinigt und auf Vordermann gebracht. „Das war ganz schön viel Wochenendarbeit – jetzt freu ich mich umso mehr auf die Eröffnung“, sagt der künftige Wirt.

Es gefällt ihm hinter der Theke: Matthias Schwägerl in Bar 3, dem hintersten Raum im Easy. - Foto: Tanja Fenzl

Immerhin treibt Schwägerl die Idee von einer eigenen Gastronomie schon länger um. „Es hat halt gedauert, bis die passende Immobilie parat war“, erklärt er. Und die passende Idee dahinter. Am Ende geht alles ganz schnell. Als er davon hört, dass das Easy wieder zu haben ist – der zweite neue Pächter nach dem endgültigen Aus durch Bobeschs Nachfolger-Wirte hatte es nicht bis zur Eröffnung geschafft – schreibt er Christian Schneider an. Schon am Nachmittag telefonieren die beiden – und die Sache ist geritzt.

Gute Musik, die mir selber gefallen muss, gute Getränke, gute Leute, ein gutes Bier – es geht um den Spaß.Matthias Schwägerl, neuer Easy-Wirt

Obwohl er selbst früher eher im Flash oder im Moonlight und später Areal weggegangen ist, freut er sich aufs Easy unter seiner Ägide. „Gute Musik, die mir selber gefallen muss, gute Getränke, gute Leute, ein gutes Bier – es geht um den Spaß“, ist sein Erfolgsrezept. „Die Leute haben ja nichts zum Fortgehen heute mit guter Musik“, sagt er – und will hier eine Lücke im Nachtleben des Landkreises schließen.

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Gute Musik, das ist für Schwägerl vor allem Classic Rock. „Das hat vor 30, 40 Jahren die Leute schon überzeugt, das hat sich bis heute gehalten, auch die Jungen kennen die alten Songs. Deswegen war das Easy auch so gut“, sagt Schwägerl. „Natürlich muss man am Ende abwarten und auf die Leute reagieren, was sie mögen. Aber so reine Ballermann-Partys wird’s bei mir nicht geben.“

Stammgäste freuen sich schon seit Wochen: Am 11. April öffnet der neue Wirt das Easy in Cham. - Foto: Tanja Fenzl

Trotz der umfassenden Renovierungsarbeiten soweit – bis zum Eröffnungsabend bleibt noch einiges zu tun. So soll noch ein neues großes Logo am Eingang befestigt werden und das alte Schild ersetzen. Kurz vor dem Eröffnungstag erwartet Schwägerl dann die Getränkelieferung, die in den Kühlschränken verstaut werden muss.

Schwägerls Frau und Bedienungen, die er zum Großteil von den Vorpächter übernommen hat, helfen ihm bei den Vorbereitungen auf das Abenteuer Easy, auf das er sich bewusst einlässt. Der 51-jährige Dreifach-Vater sagt: „Ich mache das ganz oder gar nicht.“

Viele Easy-Fans freuen sich schon auf die Eröffnung

Am 11. April soll eine neue Zeitrechnung beginnen. Die Reaktionen der Easy-Fans in den sozialen Medien geben Schwägerl Grund zur Hoffnung. „Mir wird fast ein bisschen Angst, wie viele da am Eröffnungstag kommen wollen, das Feedback ist bisher super“, grinst er. „Es passen ja nur so um die 200 Leute rein“. Auf der anderen Seiten hofft er natürlich, dass das ein Zeichen dafür ist, dass das Easy wieder zum Erfolg werden könnte.

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Vor Feiertagen und samstags will Schwägerl zunächst öffnen. Neben bewährten Getränken will er natürlich auch schnelle, aber gute Cocktails anbieten – „es darf keiner auf sein Getränk warten“ – und etwas zum Essen. „Am Eröffnungstag noch nicht, da tun wir uns das nicht an. Aber später wird es Snacks geben“, verspricht er. Wichtig sei ihm „eine hohe Qualität bei den Getränken, gute Marken, da lege ich selber beim Fortgehen auch Wert darauf. Das Schlimmste ist, wenn die Getränke nicht passen.“

Am Eröffnungstag wird den dreifachen Vater auch seine Familie unterstützen. „Ich freue mich selber, wenn Leute kommen und man a gscheide Gaudi haben kann“, sagt er. „Ich möchte, dass das wieder außergewöhnlich wird.“ Und er hofft auch auf die Mitarbeit seiner Gäste, wenn es darum geht, das Lokal zu optimieren: „Wenn was nicht passt, sollen mir die Leute das sagen. Nur dann kann man’s besser machen.“ Wenn alles gut geht, hat Schwägerl seine nächste Arbeitseinsätze schon geplant: „Die gesamte Installation gehört eigentlich neu gemacht. Wenn man weiß, dass es läuft, kann man da schon noch einiges mehr machen.“

■ Das Easy wird samstags und vor Feiertagen geöffnet haben. Der Eintritt ist frei. Eröffnung ist am Samstag, 11. April, um 21 Uhr.