Geheim-Sitzung zum Regensburger Kaufhof: Stadt will Investoren-Suche prüfen

Von Philip Hell · 27. März 2026 um 15:57

Hinter verschlossenen Türen debattierte der Regensburger Stadtrat am Donnerstag über ein Reizthema: den Kaufhof. Am Freitag versandte die Stadt dann eine Pressemitteilung.

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Darin hieß es, dass die scheidende Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer den Stadtrat über den aktuellen Stand zum ehemaligen Kaufhaus informiert habe. Zugleich seien dem Gremium Vorschläge zu weiteren Vorgehen vorgelegt worden. In der Mitteilung geht die Verwaltung auch noch einmal auf die Krux in Sachen Kaufhof ein. Das Gebäude liegt nämlich auf mehreren Flurnummern. Der größere Teil des Ex-Einkaufstempels gehört der Kaufhof Regensburg GmbH. Der Rest einer Erbengemeinschaft.

Kaufhof in Regensburg: Verhandlungen „konstruktiv“ aber bislang ohne Ergebnis

Der Stadtrat habe am Donnerstag beschlossen, die laufenden Verhandlungen mit den Eigentümern fortzusetzen. Dabei geht es einerseits um die künftige Nutzung, aber auch um einen möglichen Erwerb. Die Gespräche werden in der Pressemitteilung als „konstruktiv“ bezeichnet, seien bislang aber „ohne inhaltliche Lösung“ geblieben. Seit April führt Rechtsanwalt Roland Koch die Verhandlungen auf Seiten der Kaufhof Regensburg GmbH. Zu den näheren Inhalten sei Geheimhaltung vereinbart worden. Daran halte man sich, betonte die OB. Dennoch sei es ihr wichtig, immer wieder in nichtöffentlicher Sitzung darüber zu informieren. „Wenn Ergebnisse vorliegen, werden diese unverzüglich dem Stadtrat vorgelegt und anschließend – in Abstimmung mit den Gesprächspartnern – auch die Öffentlichkeit zügig informiert.“

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Der Stadtrat habe sich dafür ausgesprochen, die Eigentümer und mögliche Projektentwickler und Investoren bei der Neuausrichtung des Areals zu unterstützen. In einem nächsten Schritt werde die Verwaltung das Nachnutzungskonzept auf der Basis der bestehenden Sanierungsziele weiter konkretisieren. Ferner werde die Verwaltung prüfen, über ein strukturiertes Verfahren interessierte Projektentwickler und Investoren für das Areal anzusprechen. „Eine Mitwirkung der Stadt bei einem Eigentumswechsel aller Gebäudeteile in eine einheitliche Hand wird dabei als Option zu jedem Zeitpunkt untersucht.“

Kaufhof in Regensburg: OB hätte sich mehr erhofft

Maltz-Schwarzfischer: „Leider wurde die Stadt Regensburg Anfang 2025 zunächst gezwungen, alle planungsrechtlichen Daumenschrauben anzuziehen. Sowohl die Fortschreibung der Sanierungssatzung als auch die Aufstellung des Bebauungsplans am Neupfarrplatz haben die erhoffte Wirkung gezeigt.“ Seitdem liefen die Gespräche mit den Eigentümern auf einer anderen Basis, „auch wenn ich mir für Regensburg schnellere und spürbare Zugeständnisse für die Altstadt und unsere Bürgerinnen und Bürger erhofft hätte“. Die Stadt wolle eine wirtschaftlich sinnvolle Umnutzung und werde diese weiter unterstützen. „Mit der heutigen Beschlusslage haben wir einen großen Schritt in diese Richtung getan."

Die gefassten Beschlüsse ermöglichten es der neuen Stadtspitze um Bald-OB Thomas Burger und dem Stadtrat, mit einer zügigen Neuausrichtung des Areals eine positive Entwicklung der Altstadt weiter voranzutreiben. Die scheidende OB betonte: „Ich bedanke mich auch ausdrücklich bei den Eigentümern für die Erlaubnis, die sehr erfolgreiche Plakatierung an den Schaufenstern der ehemaligen Galeria demnächst neu auflegen zu dürfen.“