Der Bezirksausschuss vergibt Gelder bei Sitzung in Thurauer Mühle bei Schönthal

Auf besonderen Wunsch des Präsidenten hat der Kulturausschuss des Bezirks in der Thurauer Mühle in Schönthal getagt. Allerdings musste Bezirkstagspräsident Franz Löffler die Teilnahme an seinem Wunschtermin in der Heimat streichen. Er nahm als ein Vertreter Bayerns an der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Sozialstaatsreform teil.
Eine Führung durch die Mühle gab es für die Bezirksräte unter der Leitung von Vizepräsident Lothar Höher aus Weiden am Mittwoch dennoch. Die gestalten die Mühlenbesitzer Max und Margit Röhrmühler. Räume in der Mühle können für kleine und größere Privatfeiern gebucht werden. Unter anderem gebe es in der Mühle auch einen Trausaal, sagte Bezirkheimatpfleger Dr. Tobias Appl. Er hatte kurz die Sanierung des Gebäudes aus dem 17. und 18. Jahrhundert ab 2017 geschildert, zu der auch der Bezirk Zuschüsse gegeben habe. Appl lobte die „sehr, sehr hohe Eigenleistung“ der Familie Rohrmühler und sagte: „Wir sind begeistert, was da geschaffen wurde.“
Literaturarchiv stellt die Bedeutung Setzweins heraus
Bei der eigentlichen Sitzung des Kulturausschuss gab es auch mehrere Tagesordnungspunkte, die sich mit Zuschüssen für Projekte mit Landkreisbezug beschäftigten. Einen sogar, der einen direkten Zusammenhang mit Waldmünchen hat. So beantragte das Literaturarchiv in Sulzbach-Rosenberg seinen jährlichen Zuschuss in Höhe von 22 500 Euro. Der soll unter anderem dazu genutzt werden, um einen Vorlass zu Werken von Bernhard Setzwein zu sichten und zu digitalisieren. Wie bekannt , lebt Setzwein in Waldmünchen. Dabei hob das Literaturarchiv besonders die Bedeutung Setzweins bei der Beschreibung der bayerisch-böhmischen Nachbarschaft hervor. Ein weiterer Teil des Zuschusses soll für die Sichtung und Digitalisierung des Archives des Lichtung-Verlages genutzt werden. Der Lichtung-Verlag ist ein prägender Verlag für Themen und Autoren aus dem Bayerischen Wald.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde den Oberpfälzer Volksmusikfreunden für ein Seminar zu Volksmusik und Tanz im Schullandheim Gleißenberg ein Zuschuss von 1000 Euro gewährt.
Erstmals seit acht Jahren wird es wieder einen „Tag der Oberpfälzer Musikschulen“ geben. Er findet am 25. April in Cham statt. Der Zuschuss des Bezirks liegt bei 2700 Euro.Einen Zuschuss von 800 Euro erhält der Verband für Orts- und Flurnamenforschung in Bayern. Der Vorsitzende Dr. Michael Henker war vor Ort und erläuterte die Bedeutung der Ortsnamensforschung. Ortsnamen seien oft die ältesten sprachlichen Relikte einer Region, zudem seien sie auch Hinweise auf die Siedlungsgeschichte. Der Name Thurau verweise beispielsweise auf einen slawischen Ursprung. Beisitzer in dem Verband ist auch Dr. Wolfgang Janka, der aus dem Landkreis Cham stammt und hier auch geforscht hat.
Gleich zweifach bedacht wurde der Oberpfälzer Kulturbund. Einmal mit 25 500 Euro zum Jahresbudget und nochmals 6000 Euro für die Ausrichtung des Nordgautages in Roding vom 16. bis 19 . Juli.
Zuschuss für das Schullandheim Gleißenberg
Die Regensburger Schriftstellergruppe International, der auch einige Chamer angehören, wir 2026 mit 5000 Euro unterstützt. Unterstützt wird auch der Verein Schullandheimwerk, zu dem das Haus in Gleißenberg gehört. Vom Bezirk gibt es heuer eine Unterstützung von 5000 Euro.
Für den Betrieb des Konzerthauses Blaibach gewährt der Bezirk der Kulturwald gGmbH auch im Jahr 2026 einen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro.