Schwimmbadcafé in Wackersdorf hat wieder neuen Wirt – Junger Schwandorfer steigt ein

Von Philipp Breu · 27. März 2026 um 05:00

Seit Mittwochabend ist es offiziell: Das Schwimmbadcafé in Wackersdorf im Landkreis Schwandorf hat wieder einen neuen Pächter. Michael Fenzl, ein junger Schwandorfer, versucht künftig sein Glück Am Wasserturm. Unterstützt wird er von seiner Mutter Anita. In der Gastro haben beide schon reichlich Erfahrung gesammelt. Ihr Konzept: zurück zu den Wurzeln.

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Die Vereinsgaststätte war für den TV Wackersdorf zuletzt ein Sorgenkind. In drei Jahren wechselten dreimal die Betreiber. Zunächst hatte die Familie Richter das Lokal gesundheitsbedingt aufgeben müssen, Nachfolgerin Tanja Mazur hielt nur wenige Monate durch. Danach stand das Schwimmbadcafé länger leer, ehe Kostas Oikonomou sein Glück versuchte. Doch auch sein Gastspiel sollte nicht von langer Dauer sein. Nach knapp einem Jahr schmiss der Grieche vor allem wegen Personalproblemen hin. Für den TV rund um Vorsitzenden Martin Sperger blieb nichts anderes übrig, als wieder nach einem neuen Pächter zu suchen.

In den vergangenen drei Jahren wechselte das Schwimmbadcafé dreimal den Betreiber. Nun hofft der TV Wackersdorf wieder auf eine langfristige Zusammenarbeit mit dem neuen Wirt. - Foto: Max Schmid

Und diesmal sollte es nicht lange dauern. Ende Januar endete der Pachtvertrag mit Oikonomou, Ende März kann nun schon ein Nachfolger verkündet werden. Michael Fenzl heißt der neue Wirt. Er ist 28 Jahre alt, wohnt in Schwandorf und wird das Schwimmbadcafé zusammen mit seiner Mutter Anita betreiben, wie er erzählt. Das Duo bringt reichlich Erfahrung in der Gastro mit. Michael Fenzl hat drei Jahre lang den Beruf des Restaurantfachmanns gelernt, zuletzt war er als Küchenchef in der Hamburgerei am Steinberger See tätig. „Meine Mama war immer Wirtin und hat mir ihre Leidenschaft weitergegeben“, sagt der junge Gastronom.

Schnitzel, Currywurst, Burger und Braten am Sonntag

Punkten möchten beide künftig mit traditioneller deutscher Küche und Wirtshausflair. Auf der Speisekarte sollen Gerichte stehen, die man eben in einer klassischen Sportgaststätte vermutet – vom Schnitzel über die Currywurst bis hin zum Burger. Außerdem soll es eine Sonntagskarte mit hausgemachten Braten geben sowie verschiedene Salatvariationen für die wärmeren Monate. Etablieren will der neue Wirt zusätzlich einen monatlichen Tanztee für Senioren.

Neben der Gaststätte werden die Fenzls natürlich auch den dazugehörigen Kiosk im benachbarten Panoramabad bewirtschaften. Hier setzen sie ebenfalls auf kulinarische Freibad-Klassiker: Pommes, Nuggets und Co. Der offizielle Start ist auf 1. Mai terminiert, ein paar Tage vorher wird es schon ein kleines Softopening geben. Dort sollen erste Abläufe geprobt und Kontakte geknüpft werden. Vereinschef Sperger ist es wichtig, dass der junge Wirt schnell in die Gesellschaft eingeführt wird. Bezüglich des neuen Pächters habe er ein „gutes Bauchgefühl“, und er hofft, dass es diesmal wieder mit einer langfristigen Zusammenarbeit klappt.

Gegen 16 Bewerber durchgesetzt

„Er ist ein junger Bursche, und Mutter und Sohn sind eine gute Kombi“, sagt Sperger. Mitte Februar hatte es erste Gespräche zwischen Verein und neuem Pächter gegeben. „Das hat gleich gepasst. Nicht nur vom Konzept her, sondern auch zwischenmenschlich“, lobt der Vorsitzende. So kam es auch, dass Michael Fenzl letztlich den Zuschlag erhielt und sich gegen ganze 16 Bewerber durchsetzte.

Am Mittwochabend wurde der Pachtvertrag unterschrieben, nun fehlt nur noch die Konzession. Dann steht einem Neustart im Wackersdorfer Schwimmbadcafé nichts mehr im Weg.