KiK plant rund 150 Schließungen: Zukunft der Filialen im Kreis Schwandorf noch offen

Von Martin Kellermeier · 25. März 2026 um 15:00

Die Ankündigung der KiK Textilien und Non-Food GmbH, noch in diesem Jahr rund 150 Filialen in Deutschland zu schließen, sorgt auch im Landkreis Schwandorf für Verunsicherung. Nicht nur in der Großen Kreisstadt ist KiK vertreten, auch in Nittenau, Neunburg, Burglengenfeld, Oberviechtach und Wernberg-Köblitz sind entsprechende Geschäfte zu finden. Wie geht es für die Filialen vor Ort weiter?

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Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur machte KiK-Finanzvorstand Christian Kümmel die Einsparpläne öffentlich. Der Schritt wurde vonseiten des Unternehmers mit einer zu dichten Expansion erklärt. In einigen Fällen lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander, hieß es. Das wolle man ändern.

Blickt man auf das KiK-Filialnetz, stellt man fest, dass die sechs Geschäfte des Textil- und Non-Food-Handelsunternehmens im Landkreis Schwandorf mehrere Kilometer auseinanderliegen. Trotzdem ist unklar, ob es in allen Filialen in der Region weitergeht. Denn eine Liste der Geschäfte, die schließen sollen, legte KiK nicht vor. Zahlreiche Beschäftigte seien bislang nicht informiert worden, hieß es.

Filialnetz von KiK steht auf dem Prüfstand

Die betroffenen Mitarbeiter würden in anderen Filialen weiterbeschäftigt werden, kündigte die Unternehmensführung an. Kündigungen seien nicht geplant. Kik beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 32.000 Menschen, 19.000 davon in Deutschland. Laut Finanzvorstand Kümmel ist es nicht ausgeschlossen, dass das Filialnetz in den kommenden Jahren weiter bereinigt wird.

„Um langfristig erfolgreich, wettbewerbsfähig und für unsere Kundinnen und Kunden zuverlässig da zu sein, überprüfen wir regelmäßig unser Filialportfolio.Eine KiK-Sprecherin

Wie geht es für die Filialen im Landkreis Schwandorf weiter? Eine Anfrage der MZ an die KiK-Pressestelle ließ die Zukunft der Geschäfte vorerst offen. „Wir bitten um Verständnis, dass wir auf Anfragen zu einzelnen Standorten nicht eingehen und keine Filialübersicht zur Verfügung stellen können“, teilte eine Unternehmenssprecherin lediglich mit. Die Frage der MZ nach einer Standortgarantie für die Läden in der Region ließ sie damit unbeantwortet.

Unternehmen will in der Fläche vertreten sein

Laut Pressestelle würde man trotz der Schließung von rund 150 Filialen „deutschlandweit mit einem starken Filialnetz“ vertreten sein. „Um langfristig erfolgreich, wettbewerbsfähig und für unsere Kundinnen und Kunden zuverlässig da zu sein, überprüfen wir regelmäßig unser Filialportfolio“, hieß es. Das Ziel von KiK sei es, „ein attraktives Einkaufserlebnis zu bieten und an den relevanten Standorten präsent zu sein“.

Die KiK-Sprecherin erklärte ferner, dass neben der Aufgabe von rund 150 Filialen „nach aktuellem Plan rund 15 neue Standorte auf dem deutschen Markt“ eröffnet werden sollen. „Deutschland ist und bleibt unser wichtigster Markt, bei dem wir in den allermeisten Regionen und Städten vertreten sind“, teilte die Unternehmenszentrale auf MZ-Anfrage mit. In Summe sei man „weiterhin mit über 2200 Filialen in ganz Deutschland“ zu finden. Für das Textil- und Non-Food-Handelsunternehmen und seine Mitarbeiter bestehe damit Planungssicherheit für 2026.