Das neue Chamer Volksfest setzt nicht nur auf den Bierpreis: Paukenschlag beim Musikprogramm

Was herauskommt, wenn zwei große Feste zu einem fusionieren, haben die Verantwortlichen des Chamer Volksfestvereins am Dienstag verraten. Eines der gelüfteten Geheimnisse: der Bierpreis, der im vergangenen Jahr bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte. Da ging fast unter, was beim genaueren Hinschauen offensichtlich wird: Das neue Chamer Volksfest im Frühling kommt mit vielen Extras für Frauen daher. Und einem tollen Musikprogramm, das nicht nur Bayerns beliebteste Partybands nach Cham holt.
Ganze sieben Schläge braucht Volksfestvereins-Präsident Christian Plötz, um das Fass Bier am Ende der offiziellen Vorstellung des Volksfest-Programms anzuzapfen. Mehr Bewunderung generiert da eine halbe Stunde zuvor die Ankündigung, dass die Mass Bier trotz allgemeiner Preissteigerungen allerorten die zehn Volksfest-Tage im Mai nicht mehr kosten soll als vergangenes Jahr. Da hatte die Bierpreissenkung um einen Euro auf 9,80 Euro bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Und auch heuer wird die Nicht-Erhöhung bestimmt weite Kreise ziehen.

Zehn Tage im Mai gibt es ein gebündeltes Programm
Ebenfalls weiterhin 9,80 Euro wird das halbe Gockerl kosten. Festwirt Jürgen Schützenmeier von Bayern Event erklärt das so: „Bei Preissteigerungen wie beim Benzin zurzeit wollten wir bewusst auf die Bevölkerung zugehen und ihnen eine erschwingliches, aber hochwertiges Volksfest bieten.“
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Zehn Tage lang bieten Festwirte und Volksfestverein gebündelt auf, was sich sonst auf fünf Frühlingsfest- und elf Volksfesttage im Sommer verteilte. Allein das Musikprogramm lässt aufhorchen: für alle Altersgruppen ist etwas dabei. So wird für Kinder wieder die Unterhaltungs- und Mitmachband Donikkl nach Cham kommen. Für Feierlustige sind unter anderem die FC-Bayern Hausband, wie Christian Plötz es nannte, Blechblos’n, der Froschhax’n Express und die fast immer ausgebuchten Stoapfälzer Spitzbuam eingeplant. Und auch die Freunde gepflegter Volksfest-Blasmusik kommen mit der Chamer Stadtband Kolpingmusik und der Blaskapelle Hans Süß sicher auf ihre Kosten.

Im Mittelpunkt des Volksfestes stehen diesmal aber – die Frauen! Für sie gibt es gleich einige Neuerungen bei der Erstauflage des neuen Chamer Volksfests: Weil heuer auch der Muttertag auf die Festzeit fällt, wird am 10. Mai ein Muttertagsbrunch im Festzelt angeboten – verbunden mir einer Verlosungsaktion „Mutti darf Shoppen“, bei der es Einkaufsgutscheine zu gewinnen gibt. Neu eingerichtet werden soll außerdem eine Proseccobar, „eine Art Stehgarterl“, wie es Marketing-Verantwortliche Sandra Ofenbeck beschreibt. „Vielleicht haben die Frauen eher mal Lust auf einen Aperol Spritz als auf ein Bier “, sagt sie augenzwinkernd.
Rückzugsort für Frauen auf der Festwiese
Ernster ist eine weitere bisher nicht dagewesene Einrichtung: Es wird beim Volksfest einen Saving Room geben, also einen Raum, in den sich Frauen zurückziehen oder flüchten können, wenn sie sich unsicher fühlen. „Das ist gerade angesichts jüngster Nachrichten wichtig und hochaktuell“, argumentiert der Volksfestvereins-Präsident, und fügt hinzu: „Es kommen auch immer mehr Jugendliche allein aufs Fest, die dürfen bei Problemen natürlich auch in den Raum kommen.“
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Stolz ist man bei den Festverantwortlichen auch auf die Zusammenstellung der Festwiese, auf der Bewährtes und Ungewöhnliches wie eine Fotobox oder ein Tattoostand auf die Besucher warten, aber auch Fahrgeschäfte wie der Chaos Airport, der sich normalerweise nur auf ganz große Festen findet.
Treffpunkt auf der Festwiese für vermisste Kinder
Ein neuer Treffpunkt am Festwiesenrand soll Anlaufstelle für vermisste Kinder, aber auch Sammelstelle für gemeinsame Festbesuche sein.
Zum üppigen Festprogramm gehören auch zwei Sporttage mit wechselnden Kooperationspartnern wie dem ASV Cham oder der Kampfsportschule Bushido, Bewährtes wie der Kindertag mit großen Preisnachlässen bei den Fahrgeschäften – Plötz: „Wir schreiben in den Verträgen bereits eine 50-Prozent-Ermäßigung vor, nicht nur verbilligte Preise“ – , der Giro’d Cham am Vatertag mit großem Moped-Treffen und natürlich das Musikfest Singendes Klingendes Cham, das heuer zum 58. Mal stattfindet.

Auch der Mittagstisch wochentags, der sich inzwischen mehr als bewährt habe, soll wieder angeboten werden. Festwirt Schützenmeier weiß: „Im vergangenen Jahr war an manchen Tagen das dreiviertelte Zelt voll.“
Ausklingen wird das Fest am Sonntag, 17. Mai, mit einem großen Musikfeuerwerk.