Kreisfeuerwehrverband Schwandorf: Viel Lob für Jugendförderung

Die Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) Schwandorf trafen sich vor Kurzem im Meisl-Saal in Bruck. Kreisbrandrat Christian Demleitner begrüßte neben den zahlreich erschienen Mitgliedern auch den Hausherrn, 2. Bürgermeister Robert Feuerer, die stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl (beide CSU) und Pfarrer Michael Hirmer. Pfarrer Hirmer unterstützt seit Kurzem den Fachbereich Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E).
In seinen Informationen gab Demleitner bekannt, dass der Kreisfeuerwehrverband insgesamt 5780 Mitglieder hat, davon 940 Frauen, die aktiven Dienst leisten. Wichtige Stützen der Aktiven sind auch die Feuerwehrvereine, die insgesamt 25.875 Mitglieder haben. Dies sei laut Demleitner eine sehr beachtliche Zahl und bedeute, dass jeder fünfte Landkreisbewohner in einem Feuerwehrverein Mitglied sei.
Zahl der von Kindern ausgelösten Brände gesunken
Anschließend blickte er auf die wichtigsten Ereignisse und Neuerungen zurück. Er informierte, dass im vergangenen Jahr das Ehrenzeichen in Bronze neu eingeführt wurde. Außerdem wurde die Altersgrenze auf das Renteneintrittsalter angehoben und die Mindestdienstzeit bei Kommandanten beträgt nun vier Jahre. Der Kreisbrandrat informierte dann, dass für verschiedene Gelegenheiten eine Hüpfburg ausgeliehen werden kann.
Aber auch Gerätschaften zur Ausbildung wie ein mobiler Firetrainer, eine Flashbox und ein Holzspannungssimulator können bei verschiedenen Stellen ausgeliehen werden. Es gibt auch ein Infomobil, das dabei hilft, das Konzept Feuerwehr näher an den Menschen zu bringen.
Weiter informierte er, dass durch gezielte Brandschutzerziehung die Zahl der insbesondere durch Kinder verursachten Brände und die daraus resultierenden Verletzungen und Todesfälle deutlich reduziert werden konnte. Seit 2025 wurde diese Brandschutzerziehung auch als Aufgabe der Gemeinden ins Feuerwehrgesetz aufgenommen. Für den Einsatz der Branderziehung in Grundschulen gibt es jetzt einen Brandschutzerziehungskoffer, der alles abdeckt zum Thema Feuer und Rauch sowie Brandgefahr durch Elektrizität.
Abschließend rief Demleitner den Anwesenden den Feuerwehr-Mittwoch ins Gedächtnis. An jedem ersten Mittwoch im Monat gibt es digitale Workshops zu verschiedenen Themen.

Kreisjugendfeuerwehrwart Tobias Sebast berichtete dann, dass es 123 Jugendgruppen mit 1329 Mitgliedern im Landkreis gibt. Davon sind 803 Buben und 526 Mädchen. Feuerwehrdienstleistende unter 27 Jahren gibt es im Landkreis 1483. Bei den Kinderfeuerwehren gibt es eine ähnliche Entwicklung: hier gibt es 46 Kindergruppen mit 941 Mitgliedern, was einem Plus von 130 Kindern zu 2024 entspricht.
2025 konnten 68 Kinder in die Jugendfeuerwehr übertreten und 151 Jugendliche wurden in die aktive Wehr übernommen. Abgänge gab es 130, so dass zum Jahresende 1329 jugendliche Mitglieder bei den Feuerwehren waren. Von den Jugendlichen wurden 5670 Stunden für Ausbildungen, 1490 Stunden für Wettbewerbstrainings und 2670 sonstige Stunden aufgebracht, was insgesamt 9830 Stunden entspricht.
Dann gab er noch einen Überblick über die abgelegten Abzeichen. Die Bayerische Jugendspange legten 67 Jugendliche ab und bei der Deutschen Leistungsspange waren es 88 Jugendliche. Die Jugendflamme Stufe I legten 186, Stufe II 176 und Stufe III 134 Jugendliche ab. Den Wissenstest legten in Bronze 212, Silber 190, Gold 221 und Stufe vier bis sechs 246 Jugendliche ab. Abschließend gab er noch einen kurzen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen und Wettbewerbe in diesem Jahr.
In ihren Grußworten sagte Birgit Höcherl, dass sie sich sehr gefreut habe, dass sie an diesem Tag bei so kompetenten Ansprechpartner des Landkreises zu Gast sein dürfe. Die Aktiven seien zusammen mit den Feuerwehrvereinen ein sehr gutes Team, wobei die Bedeutung der Vereine nicht unterschätzt werden dürfe. Die Vereine generieren laut Höcherl die Mittel, welche die Aktiven brauchen. Sehr schön sei es auch, dass die Feuerwehren sehr viel Wert auf eine gute Jugendarbeit legen. Der sehr gute Zusammenhalt untereinander zeige sich meist sehr eindrucksvoll bei Feuerwehrfesten. Sie bedankte sich bei den Aktiven für ihren wertvollen Dienst.
Nach Skepsis mittlerweile voll von Verband überzeugt
Robert Feuerer begrüßte die Anwesenden im Namen von Bürgermeisterin Heike Faltermeier. Es sei schon etwas besonderes, wenn innerhalb einer Woche die Landkreisführung gleich zwei Mal im Markt anwesend ist. Leider sei der erste Besuch nicht so schön gewesen, da dieser durch ein Brandgeschehen erfolgte. Er bedankte sich im Namen des Brandleiders bei allen beteiligten Feuerwehren und der Einsatzleitung für das schnelle und umsichtige Eingreifen.
Feuerer betonte, dass er seit 28 Jahren Vorsitzender des Brucker Feuerwehrvereins ist und er sehr skeptisch war als dieser Feuerwehrverband gegründet worden ist. Mittlerweile sei er aber überzeugt davon, dass dies genau der richtige Schritt gewesen sei.
Fachbereiche
• Besetzung: Fahrzeuge und Geräte Thomas Schmidt; Vereinswesen Hanne Gietl; Vereinswesen Josefine Duscher; Vorbeugender Brandschutz Christian Demleitner; Katastrophen Einsatz Christian Demleitner; Öffentlichkeitsarbeit Hans-Jürgen Schlosser; Funk, EDV, ELDIS Christoph Beier; Ärtzlicher Dienst Dr. Oliver Lang; Wettbewerbe Armin Jehl; PSNV FW und Seelsorge Patrick Allen
• Unbesetzt: Drei von 13 Fachbereichen sind momentan nicht besetzt.