Laut Bahn liegen die Baumaßnahmen zwischen Nürnberg und Regensburg im Zeitplan

Von Mittelbayerische Zeitung · 19. März 2026 um 14:47

Nach sechs Wochen Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg ziehen die Deutsche Bahn und ihre Partner eine insgesamt positive Zwischenbilanz. Die Bauarbeiten und auch der Ersatzverkehr laufen stabil, wie die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung informiert.

Lucas Griep, Projektleiter der Korridorsanierung, teilt mit: „Wir arbeiten an allen Gewerken mit Hochdruck und sind überall im Zeitplan. In den nächsten Monaten liegt der Fokus weiter auf dem Gleisbau, den Oberleitungsmasten und den Bahnhöfen, gleichzeitig starten noch im März die Hauptbauarbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik.“

Bis zu 2000 Fachkräfte und 80 große Gerätschaften sind täglich parallel an der Strecke im Einsatz, wie die Bahn in ihrer Pressemitteilung informiert. Das Baugeschehen werde rund um die Uhr von Experen aus zwei Logistikzentralen heraus gesteuert, alle Baugeräte seien dafür mit GPS-Trackern versehen.

Bauarbeiten gleichzeitig an allen Gewerken

An den Bahnhöfen haben die Bautrupps der Bahn zufolge die Abbrucharbeiten überwiegend abgeschlossen und bereits neue Personenunterführungen und Fertigteile für Aufzugsschächte eingehoben. 20 Stationen würden modernisiert, neue Bahnsteigkanten und Zuwegungen seien bereits sichtbar. Entlang der Strecke fahren große Gleisbauzüge, die parallel in mehreren Abschnitten arbeiten, heißt es in der DB-Pressemitteilung. Zunächst werde der Untergrund ausgetauscht, mit einer Planumsschutzschicht versehen und die Schotterbettung erneuert. Daraufhin würden Schwellen und Schienen ausgetauscht.

Bislang seien über 60 Kilometer Gleisbettung gereinigt und getauscht sowie rund 15 Kilometer Gleis und 32 Weichen vollständig erneuert worden. Über 1000 Fundamente für die neuen Oberleitungsmasten sind der Bahn zufolge entlang der kompletten Strecke gegründet worden, 20 neue Oberleitungsmasten bereits aufgestellt. Die Fundamente, die zum Teil bis zu acht Meter tief in der Erde verankert werden, und die Oberleitungsmasten würden auch mit Hubschraubern an Ort und Stelle geflogen, um Zeit zu sparen und schwer zugängliche Abschnitte zügig zu erreichen.

Bahndämme in Deining und Pölling werden stabilisiert

Auch die Arbeiten zur Stabilisierung der Bahndämme in Pölling und Deining laufen laut Bahn planmäßig. Sie erhalten ein bauliches Korsett, das sie auch bei starkem Regen sicher stützt.

Zusätzlich seien die Innenanlagen der acht Stellwerke, die im Rahmen der Korridorsanierung grundlegend modernisiert werden, entkernt worden. Die neue Eisenbahnbrücke in Burgthann haben die Experten bereits vorgebaut, im Juni soll sie planmäßig eingeschoben werden. Den Teilabschnitt zwischen Feucht und Abzweig Nürnberg-Reichswald seien bereits baulich fertiggestellt.

Bahn spricht von „weitgehend stabil“ laufendem Ersatzverkehr

Der Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Nürnberg und Regensburg sowie auf angrenzenden Umleiterstrecken läuft laut Bahn weitgehend stabil. Dieser werde von den Unternehmen go.on und deu.mobil erbracht. Die acht Linien hätten bereits rund 24.000 Fahrten und etwa 1,8 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Nachdem es in den ersten Tagen punktuell noch zu Anlaufschwierigkeiten mit Verspätungen und Busausfällen gekommen war, haben sich die Abläufe der Bahn zufolge inzwischen gut eingespielt.