Große Pläne für Neunburgs Stadtpark: Grüne Stadtlunge bekommt Mehrgenerationentreff

Der Stadtpark ist die grüne Lunge der Stadt Neunburg. Nun soll er erneut von Fördermitteln des Freistaates profitieren. Geplant ist ein Mehrgenerationentreff, der eine zentrale Anlaufstelle für Einwohner und Touristen im Stadtpark werden soll.
Die Fraktionsgemeinschaft im Landtag von CSU und Freien Wählern brachte mit den aktuellen Fraktionsinitiativen ein neues Förderpaket auf den Weg, das auch im ländlichen Raum der Oberpfalz mehrere Maßnahmen vorsieht. Im April hofft man, es mit dem Doppelhaushalt 2026/27 zu verabschieden. Wieder mit dabei ist die Stadt Neunburg mit einem neuen Multifunktionsgebäude in der Mitte des Stadtparks. 200 000 Euro sind für den Bau insgesamt veranschlagt, davon sollen 150 000 Euro über die Fraktionsinitiative finanziert werden.
Als Vorsitzender des Umweltausschusses habe ich natürlich immer ein Faible für Ökologie.Alexander Flierl, CSU-Landtagsabgeordneter
Große Überredungskunst brauchte es von Seiten des Bürgermeisters Martin Birner (CSU) nicht, als er den Vorschlag an die Landtagsabgeordneten Martin Scharf (FW) und Alexander Flierl (CSU) herantrug. Diesen gefiel die Idee auf Anhieb und sie setzten sich innerhalb ihrer Fraktionen für die Umsetzung ein. „Als Vorsitzender des Umweltausschusses habe ich natürlich immer ein Faible für Ökologie“, erklärt Flierl. Der Stadtpark sei die grüne Lunge der Stadt und daher jeden Aufwand wert, findet auch Martin Scharf, der selbst Neunburger ist.
Begegnung und Ökologie stehen im Fokus
Die Aufwertung des Stadtparks ist schon seit Längerem ein Ziel der Stadtverwaltung, zusammen mit lokalen Vereinen und Initiativen. Die Bevölkerung wünsche sich laut Bürgermeister schon lange einen neuen Aufenthaltsraum. Er steht im Austausch mit zahlreichen Akteuren, die sich rund um den Stadtpark engagieren. Besonders im Fokus steht dabei das Thema der Nachhaltigkeit.
Es gibt im Park unter anderem bereits einen Naschgarten mit Obst- und Gemüseanbau, der mit seinen Informationstafeln einen Lernort in der Natur biete, wie der Bürgermeister erklärt: „Da können zum Beispiel die Kinder auch einmal sehen, wie die Pflanzen wachsen und was man aus ihnen machen kann.“ Für die sportliche Bewegung kommen Angebote wie ein Kneipp-Becken mit Barfuß-Lehrpfad, eine Outdoor-Sportanlage und ein Dirt-Bike-Park hinzu.
Die Aufwertung des Stadtparks ist die Mühe auf jeden Fall wert.Martin Scharf, MdL der Freien Wähler
Was nun entstehen soll, ist ein neues Multifunktionsgebäude, das ein zentraler Aufenthaltsort für Besucher des Parks werden soll: Dazu gehört eine Außenterrasse mit Kiosk und Essensangebot. Einen Fokus auf regionale Produkte und familienfreundliche Preise wünscht man sich vom künftigen Kiosk-Pächter. Der soll außerdem auch Familientage und Aktionen ausrichten.
Gleichzeitig soll der Raum des Gebäudes für einen offenen Mehrgenerationentreff Platz bieten. Diesen können lokale Initiativen wie Kindergärten, Schulen, Seniorengruppen und andere Vereine für Veranstaltungen nutzen. Betreiber bleibt die Stadt selbst, angelehnt an das Konzept eines Mehrgenerationenhauses. Architektonisch soll sich der Bau an regionalen Bauweisen und Materialien orientieren. Um das Begegnungsgebäude herum sollen weitere Gartenflächen zum Beispiel in Form von Hochbeeten oder Blühwiesen für Insekten entstehen. Wanderer oder Radfahrer sollen hier zudem frei nutzbare Rastplätze vorfinden.

Das jüngste größere Bauprojekt ist dabei noch ganz frisch und noch nicht einmal eingeweiht: Die neue Adventuregolf-Anlage. Innerhalb der Stadtverwaltung wurde der Parcours ausgearbeitet, in dem die Stationen um regionale Motive herum angeordnet sind. Scharf setzte sich mit Flierl für die Landesförderung ein, die 260 000 der insgesamt 345 000 Euro Gesamtkosten abdeckte.
Tourismus ist ein großer Faktor für Neunburg
Das vielfältige Angebot im Stadtpark sei neben den einheimischen Familien auch für Touristen ein wichtiger Zugfaktor, erklärt Birner. Neunburg habe im Landkreis Schwandorf die höchste Quote an Übernachtungen, was unter anderem vom großen Reitangebot herrühre. Auch der Tourismusverein übte immer wieder Druck im Sinne der Erweiterung des Stadtparks aus, wie aus den Reihen des Vereins zu erfahren war.
Die drei Politiker haben sichtlich Freude an den Angeboten in der grünen Stadtlunge. Und träumen weiter: Eine Brücke über die Schwarzachinsel hin zum Freibad würde sich der Rathauschef noch wünschen. Scharf schlägt seinerseits eine Padel-Anlage vor. Als passionierter Tennisspieler würde er selbst gerne einmal die Trendsportart ausprobieren. Die Ideen für den Stadtpark werden so schnell nicht ausgehen, sind sich Birner, Scharf und Flierl einig.