Hörgeräteladen belebt prominenten Leerstand in Schwandorf

Ein prominenter Leerstand am Schwandorfer Marktplatz ist von nun an Geschichte: Am Montag wurde in der Friedrich-Ebert-Straße 1 die 95. Filiale des bayerischen Hörakustik-Unternehmens Seifert eröffnet.
Über ein Jahr lang wartete der große Eckladen auf einen neuen Mieter. Der letzte Versuch 2024 mit „Arabela’s Schnäppchen Lader’l“ hatte zu einer Kündigung nach nur sieben Monaten geführt. Am Umsatz hätte es dabei nicht gelegen, berichtete damals die Inhaberin. Allerdings habe es zwischen ihr und dem Vermieter unüberwindbare Differenzen gegeben. Zuvor, bis November 2022, befand sich in dem zentral gelegenen Geschäft das Tascheneck.
Nun traut sich mit Hörgeräte Seifert ein neuer Dienstleister an den Standort. Die Eröffnung der Filiale wurde am Montag mit einem Sektempfang mit Häppchen gefeiert. Zu den ersten Gästen zählte Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller.

Filialleiter und Hörakustik-Meister Reinhard Breitschaft freut sich über den neuen Arbeitsort in Schwandorf. Rund 20 Jahre lang war der gebürtige Fensterbacher nach Regensburg gependelt, um dort eine Filiale eines anderen Hörgeräte-Anbieters zu leiten. Nebenbei betreibt er eine kleine Landwirtschaft mit Schafen, die ihn zusätzlich viel Zeit kostet. So entschied er sich schließlich für einen Wechsel zu Hörgeräte Seifert.
Wie Siamak Esfahani, Bereichsleiter Nord bei Hörgeräte Seifert, erklärte, habe Hörakustik-Meister Breitschaft über ein Jahr Einarbeitung beim neuen Arbeitgeber durchlaufen, um das Unternehmen kennenzulernen. In Gesprächen habe man währenddessen über das neue Projekt verhandelt. Eine Standortanalyse für Schwandorf zeigte günstige Bedingungen: Es gibt ein großes Einzugsgebiet und eine gute Mitbewerberlage.
Für Reinhard Breitschaft bedeutet dies kurze Wege zur Arbeit und einen bekannten Kundenkreis. Schon mehrere Personen aus dem persönlichen Umfeld hätten für nächste Woche einen Termin bei ihm ausgemacht, erzählt er.
Auf rund 150 Quadratmetern startet er nun gemeinsam mit einer Mitarbeiterin. Eine kleine Werkstatt und genügend Platz sind vorhanden. Wird der Laden gut angenommen, so hofft der Hörakustik-Meister, könnte er hier vielleicht bald noch mehr Mitarbeiter begrüßen.