Wasserwacht Burglengenfeld leistete über 16.000 Arbeitsstunden

Von Stefan Barte · 16. März 2026 um 15:04

Seit einem Jahr ist die Ortsgruppe der Wasserwacht Burglengenfeld unter neuer Führung. In diesen Zeitraum fielen neben den vielschichtigen Routineaufgaben auch zahlreiche Veranstaltungen anlässlich des 75-jährigen Bestehens, die das neue Team zusammen zu meistern hatte. Am Freitagabend legte die neue Vorstandschaft in der Mensa der Mittelschule nunmehr ihren ersten Rechenschaftsbericht vor.

Neben vielen Ehrengästen konnte sich Vorsitzender Christian Jobst über einen vollen Saal freuen, denn mehr als 90 interessierte Mitglieder waren gekommen Wie schon bei fast allen anderen Veranstaltungen des vergangenen Jahres stand wieder ein innovativer Ansatz im Raum, um auch diese Abendveranstaltung möglichst interessant und kurzweilig zu gestalten.

Involviert waren dabei fast alle Vorstandsmitglieder, die sich das Ortsgruppengeschehen im abgelaufenen Jahr in Monatsblöcke aufteilten und jeweils in Zweiergruppen anhand einer Bildershow fachlich kommentierten. Darin eingebettet wurden die Grußworte der Ehrengäste.

Los ging es mit der stellvertretenden Vorsitzenden Barbara Bauernfeind zusammen mit Kassier Andreas Moessner. Die Quintessenz: Die Einnahmen der Ortsgruppe sind zu 50 Prozent gebührenfinanziert und zu 25 Prozent aus den Mitgliedsbeiträgen generiert. Den Löwenanteil der Ausgaben (27 Prozent) machten die Gebühren für die Nutzung des Bulmare aus.

Ortsgruppe war bei neun Einsätzen gefordert

Die über 50 absolvierten Termine kommentierte stellvertretender Jugendleiter Fabian Löb. Weiter ging es mit Simon Nowak und Dietmar Jacob, die über die Erlebnisse im Wasser und heuer auch einmal wieder auf, unter und über dem Eis berichteten. Dabei ging Nowak als technischer Leiter auch auf die neun Einsätze ein, zu denen die Wasserrettung gerufen wurde. Dazu gehörten auch eine Vermisstensuche, vier Erste-Hilfe-Leistungen sowie zwei Drohneneinsätze.

Über die Entwicklung der Ortsgruppe Burglengenfeld, die mittlerweile bei einem Stand von 1041 Mitgliedern angekommen ist, berichtete abschließend Jobst selbst. Er hob dabei die über 16 000 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit hervor, die in der Jugendarbeit, im Einsatz-und Wachdienst sowie in den Schwimmkursen für Kinder und Erwachsene geleistet worden sei. Allen Kindern des Städtedreiecks könne somit eine Schwimmausbildung ermöglicht werden.

Neben dem Dank an die vielen Unterstützer und Förderer verband Jobst seine Rede auch mit einer klaren Forderung an die Politik. Nur mit einer langfristigen Finanzierung des Bulmare und dessen konsequente Weiterentwicklung und Steigerung der Attraktivität könne eine umfassende Schwimmausbildung sicher gestellt werden. Der Vorsitzende dankte allen engagierten Helfern, die sich das ganze Jahr für die Sicherheit der Bürger so engagiert einsetzen würden.

2. Bürgermeister Josef Gruber (CSU) hob die Wichtigkeit der Ortsgruppe hervor. Dabei stehe stets im Vordergrund, anderen Menschen in Not in oder am Wasser zu helfen. Für diese lange Tradition, basierend auf den Säulen Schwimmausbildung und Rettung, danke er seitens der Stadt, die dafür die Rahmenbedingungen schaffe. BRK-Kreisgeschäftsführer Otto Josef Langenhan ging in seinem Grußwort auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein, der durch das Ehrenamt gestärkt werde und dabei keinesfalls selbstverständlich und nicht bezahlbar sei.

Lob vom Kreisverband für die vorbildliche Arbeit

Das abschließende Statement seitens der Kreiswasserwacht formulierte deren Vorsitzender Michael Arnold. Er bescheinigte der jungen Vorstandschaft, dass sie das Jubiläumsjahr mit ihrer neuen Mannschaft toll hinbekommen und ihn dabei sehr beeindruckt habe. Die Ortsgruppe Burglengenfeld leiste im Landkreis überproportional viel Arbeit. Im vergangenen Jahr habe es in Bayern 84 Badetote gegeben. Ohne Bäder wie das Bulmare wären es ungleich mehr, so Arnold abschließend.