450 Zuhörer begeistert vom Big-Band-Konzert der Gymnasien in Burglengenfeld

Von Josef Schaller · 12. März 2026 um 17:00

„Generationen verbinden" war das Motto eines Benefizkonzerts, bei dem die Bigbands der Gymnasien im Landkreis Schwandorf in der Sporthalle des Burglengenfelder Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums (JMFG) ihr Können zeigten. Veranstalter war der Lions Club Schwandorf, und die etwa 450 Gäste wurden mit hochklassigen Darbietungen belohnt. Das Konzert wurde über Youtube in die Seniorenheime in Burglengenfeld, Schwandorf und Neunburg übertragen.

Etwa 140 Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, ihr Erlerntes einem großen Publikum zu präsentieren. Schüler kümmerten sich auch um das Catering, um den Bühnenaufbau sowie um das notwendige technische Equipment vor Ort sowie in den jeweiligen Seniorenheimen. Thorsten Conrad, Geschäftsführer des Lions Clubs Schwandorf, der auch die Moderation der Veranstaltung übernahm, bedankte sich bei den Schülern für ihr Engagement und bezeichnete sie als Vorbilder, die eine Gesellschaft brauche.

Schon der Auftakt war sehr temperamentvoll

Es sollte ein Abend voller Swing und Groove werden. Für einen sehr temperamentvollen Auftakt sorgte die Bigband des Schmeller-Gymnasiums Nabburg unter der Leitung von Stefan Schindler mit beschwingten Passagen der Bläser, angereichert mit ansprechenden Zwischenspielen der Saxofone. Und auch die Posaunisten an den Flanken konnten sich immer wieder in Szene setzen.

Begleitet wurden die Darbietungen mit dezentem Schlagzeug- und Keyboard-Sound. Im Repertoire der Nabburger Gymnasiasten waren unter anderem Werke von Bruce Springsteen („Dancing in the Dark“) und John Davenport & Eddie Cooley („Fever“). Gesangssolistin Ann-Kathrin Kirchner durfte bei der Darbietung des Amy Winehouse-Klassikers „You know I'm no good“ das Publikum mit ihrer markanten Stimme verwöhnen.

Die Moderation übernahm Thorsten Conrad, Geschäftsführer des Lions Clubs Schwandorf. - Foto: Josef Schaller

Die Filmmusik von „Pirates of the Caribbean“ gehört unter anderem auch wegen ihrer dynamischen Passagen zu den prägendsten Soundtracks der Kinogeschichte. Die Bigband des Regental-Gymnasiums Nittenau unter der Leitung von Ludwig Schmitt begleitete die Zuhörer bei der Darbietung dieser Filmmusik mit treibenden Rhythmen hinaus aufs weite Meer. Ihr Medley von Queen-Klassikern war angereichert von vielen Ton- und Rhythmuswechseln. Sehr schwungvoll ging es auch bei der Präsentation einer Sammlung von Disco-Hits zu, mit der die Bigband das Publikum in die frühen 80er Jahre verführte.

Cuba Libre wurde an der Schule zwar nicht angeboten. Karibisches Flair gab es aber trotzdem zu erleben. Nämlich durch lateinamerikanische Rhythmen von Victor Lopez und seinem Werk „Sabor de Cuba", die von der Bigband des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach unter der Leitung von Andreas Lehmann präsentiert wurden. Typischen Bigband-Sound bekamen die Zuhörer auch bei dem Rock'n'Roll-Klassiker „Shake, Rattle and Roll“ zu hören und mit „Puttin’ on the Ritz" wurden sie mitgenommen auf eine Zeitreise in die 1920er Jahre.

Bei „Country Roads“ war Mitsingen angesagt

Mitsingen war erwünscht beim John Denver-Hit „Country Roads", den die Concert Band des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Schwandorf unter der Leitung von Matthias Dietz zum Besten gab. Sehr schwungvoll und rhythmisch präsentierte sich das Ensemble mit den Disco-Nummern „High Hopes" (Brendon Urie) und „Uptown Funk" von Mark Renson und Bruno Mars.

Mit einem Großaufgebot an Musikern trat zu guter Letzt die Bigband des Johann-Fischer-Michael-Gymnasiums unter der Leitung von Marianne Zaindl auf die Bühne. Der großen Anzahl der Musiker geschuldet, zu denen sich auch ehemalige Schüler sowie einige Lehrkräfte gesellten, wirkten ihre Darbietungen besonders voluminös.

Die Auswahl der Titel konnte sich ebenfalls sehen und hören lassen. Die jungen Musiker begeisterten das Publikum unter anderem mit den Soulklassikern „I want you back" von B. Gordy & The Corporation, „Ain't Mountain High enough" von Ashford & Simpson sowie „Ain't nobody" von Chaka Khan gespickte Auftritt war der Höhepunkt des Abends. Josefine Bauer durfte sich dabei als Soulsängerin beweisen.

Ihm gehe das Herz auf, wenn er die jungen Musiker auf der Bühne sehe, so Moderator Thorsten Conrad nach der Vorstellung. Erstaunt ob der musikalischen Vielfalt und Leistung der Protagonisten dürfte auch der neue Leiter des JMFG, Christian Schwab, gewesen sein, der gerade einmal zwei Wochen im Amt ist.

Etwas Besonderes war für ihn auch die Tatsache, dass fünf Bigbands zusammenkamen, um gemeinsam miteinander und nebeneinander Musik zu machen, wie er bei seiner Begrüßung anmerkte. „Was dabei rauskommt, nennt sich Groove", so seine Ankündigung. Der Eintritt war frei. Die großzügigen Spenden kommen den jeweiligen Schulen zu Gute.