Bayerwald-Thriller „Im Zeichen des Drachen“soll in der Parkarena Furth im Wald laufen

Von Alexander Frimberger · 11. März 2026 um 19:00

Einen Film drehen, ist die eine Sache. Ihn zu vermarkten eine ganz andere. Regisseur Enrico Saller hat im Gespräch erläutert, wann der Thriller „Im Zeichen des Drachen“, in dem viele Szenen in Furth im Wald spielen, endlich in die Kinos kommt. Wenn alles klappt, soll es sogar eine Freiluftvorstellung in der Parkarena geben.

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Es hat für einiges Aufsehen gesorgt, als im vergangenen Frühjahr ein Toter am Tor zum Schlossplatz hing oder Amira Aly, die eine tragende Rolle im Film hat, vor der Drachenhöhle mit einer Schusswaffe hantierte. Gottlob handelte es dabei um Dreharbeiten für den Thriller „Im Zeichen des Drachen“, der komplett im Bayerischen Wald gedreht wurde.

Regionalität ist ein Erfolgsgarant

Die Regionalität ist, wie Saller sagt, eine der Besonderheiten. Noch nie habe es ein derartiges Filmprojekt gegeben, das in allen sechs Bayerwaldlandkreisen gedreht wurde. Zweiter Grund dafür, warum der Streifen bei den Hofer Filmtagen hervorragend abgeschnitten hat (Saller: „Alle drei Vorstellungen waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft“): Neben Ali mischen deutsche Schauspielgrößen wie Erol Sander, Charles Rettinghaus oder Verena Kringe mit. Der Erfolg bei den Filmtagen in der oberfränkischen Metropole hat für Sichtbarkeit gesorgt. Jetzt geht es darum, den richtigen Zeitpunkt für die Publikumspremiere zu finden.

Gerade hat Saller ein Meeting mit dem Tourismusverband Ostbayern gehabt. Den genauen Termin kann er noch nicht verraten, weil er erst zu 95 Prozent feststeht. Aber er lässt sich eingrenzen: Nach der Fußball-WM und vor dem 13. August, da geht der neue Eberhofer an den Start. Klar möchte man nicht gegen derartige Großereignisse konkurrieren. Aus dem ursprünglichen Plan, eine Premieren-Vorstellung in jedem Bayerwaldlandreis zu machen, ist nichts geworden.

Viechtacher Kino ist zu klein

Viele Kinos, zum Beispiel das in Viechtach, sind schlicht zu klein. „Wir brauchen mehrere Säle, weil wir zusätzlich zum Besucherandrang auch den Cast dabei haben.“ Ein geräumiges Foyer ist außerdem obligatorisch. Es braucht beispielsweise Platz für Autogrammwünsche. „Das ist echt schwierig. Zwiesel hätte es wahnsinnig gerne gemacht.“ Aus genannten Gründen ist das nicht möglich.

Enrico Saller bespricht sich am Set mit seiner Lebensgefährtin und Co-Regisseurin Marina Hoeft. Drache Fanny hört interessiert zu. - Foto: Alexander Frimberger/Archiv

Soweit die schlechte Nachricht. Die gute: Die Premierenvorstellung im Bayerischen Wald wird in Cham stattfinden. Davor gibt es aufgrund vertraglicher Verpflichtungen noch eine Vorstellung in München. Vielleicht findet eine weitere Premiere in einem Bayerwaldlandkreis statt. Dann hätten Passau und Freyung gute Chancen. Dem widerspricht Saller nicht.

Als Freilichtvorführung in der Parkarena

Auch ein Einsatz in Österreich ist so gut wie in trockenen Tüchern. Die noch bessere Nachricht für Furth im Wald: Wenige Wochen nach der Premiere läuft „Im Zeichen des Drachen“ wohl auch in der Parkarena als Freiluftvorführung. Saller ist vom Kulturamt angesprochen worden. „Das wäre natürlich toll, weil dann der Drache vor Ort dabei sein könnte.“ Das würde ihm und seinem Cast ganz besonders gut gefallen.

Natürlich keine echte Leiche, sondern eine Stuntfrau. - Foto: Alexander Frimberger/Archiv

Später läuft der Film nicht nur in Bayern. Auch die großen Städte im gesamten Bundesgebiet werden ihn zeigen, eine perfekte Werbung für die Region. Derzeit steht man darüber hinaus in Verhandlungen mit TV-Sendern und Streamingdiensten, hat die Freigabe ab zwölf Jahren beantragt und vieles mehr. So wie Saller erzählt, ist der Bereich Vermarktung beinahe so aufregend wie der Dreh selbst. Wird es eine Fortsetzung geben? „Erol hat mich schon bei den Dreharbeiten gefragt, wann wir den zweiten Teil machen“ und damit, wie alle Schauspieler signalisiert, wieder dabei sein zu wollen. Das steht aber in den Sternen, ist von vielen Faktoren abhängig, nicht nur vom Geld.

Enrico Saller hat viele Ideen in der Schublade

Vielleicht wird es auch ein ganz anderes Thema. Der aus Plattling stammende und in Bischofsmais lebende Regisseur hat viele Ideen in der Schublade. Gesetzt ist nur der Bayerische Wald. Jung Adult Romance (emotionale Liebesgeschichten für Jugendliche) oder Dark Romance, bei der düstere Storys mit Liebesgeschichten verwoben werden, kann er sich ebenso vorstellen wie einen weiteren Krimi. Es gibt viele coole und verrückte Ideen in seinem Kopf. Schön, dass der Bayerische Wald immer ein Teil davon ist.