Christian Meßmann (CSU) zieht ins Steinberger Rathaus ein

Von Petra Beer-Dausch · 8. März 2026 um 22:43

Ab 1. Mai 2026 hat Steinberg am See einen neuen Bürgermeister – und der heißt Christian Meßmann von der CSU. Der 49-Jährige setzte sich im ersten Wahlgang mit 58,5 Prozent der Stimmen durch. Mitbewerber Christopher Haas (41) von der SPD kam auf 22,0 Prozent, Michael Körner (39) von der AfD auf 19,4 Prozent. Erleichterung und Freude waren Christian Meßmann deutlich anzumerken, als gegen 18.30 Uhr das Ergebnis feststand. „Das wird eine lange Nacht“, kündigte er an.

Für den Wahlsieger gab es im Foyer der Schulturnhalle erste Gratulationen von seiner Frau Susanne, den Söhnen Leo und Moritz, von Christopher Haas und seiner Frau Sylvia sowie von Altbürgermeister Jakob Scharf (CSU) und dem scheidenden Gemeindeoberhaupt Harald Bemmerl (SPD).

Meßmann dankte den Wählern und sagte: „Ich freue mich narrisch, dass ich die nächsten sechs Jahre Bürgermeister sein darf.“ Er bat die Bürger, mit Problemen und Sorgen zu ihm zu kommen. Er hoffe, dass man gemeinsam Steinberg weiter gut voranbringe.

Anspannung war bei den Kandidaten zu spüren

Es herrschte kurz vor 18 Uhr reger Betrieb in den Wahllokalen in der Schule und der Turnhalle in Steinberg am See, als Christian Meßmann mit seiner Familie und Christopher Haas mit seiner Frau Sylvia dort eintrafen. Vereinzelt gaben noch Bürger ihre Stimme ab, viele Wahlhelfer standen bereits für die Auszählung bereit. Die Nervosität war den Bürgermeister-Kandidaten deutlich anzumerken. „Das ist kein Tag wie jeder andere“, sagte Sylvia Haas.

Sylvia Haas (l.) und Susanne Meßmann verfolgten gemeinsam die Auszählung. Für die Frau des künftigen Bürgermeisters hatte es Blumen vom CSU-Vorsitzenden Fabian Kraus gegeben. - Foto: Petra Beer-Dausch

Als auf dem Computer-Bildschirm die ersten Zwischenergebnisse aufleuchteten, trug das bei Meßmann und Haas keineswegs dazu bei, dass die Nervosität sich legte. Denn nach zwei von sechs Gebieten lag der der CSU-Kandidat, seit sechs Jahren Gemeinderat und 2. Bürgermeister von Steinberg am See, bei 49,1 Prozent, AfD-Mann Körner mit 31,2 Prozent deutlich vor SPD-Bewerber Christopher Haas (19,7). Sollte es auf eine Stichwahl zwischen dem CSU- und dem AfD-Bewerber hinauslaufen? Altbürgermeister Jakob Scharf (CSU) und der langjährige CSU-Gemeinderat und 2. Bürgermeister Reinhold Dauerer reagierten mit Kopfschütteln auf den Zwischenstand. Die Briefwahlbezirke brachten schließlich die Veränderung zugunsten von Christian Meßmann.

AfD-Kandidat Michael Körner stieß mit Unterstützern auf sein Wahlergebnis an. - Foto: Petra Beer-Dausch

Er sieht sich gerüstet für die große Aufgabe, habe aber auch „höchsten Respekt“ davor. Der 49-Jährige ist Förderlehrer an der Mittelschule und ab 1. Mai ehrenamtlicher Bürgermeister von Steinberg am See und damit Nachfolger des amtierenden SPD-Gemeindeoberhaupts. „Ich weiß, dass die Fußstapfen von Harald Bemmerl sehr groß sind“, sagte Meßmann.

SPD-Kandidat Haas gratulierte den Steinbergern zu ihrem neuen Bürgermeister, sie hätten eine gute Wahl getroffen. Der Ausgang der Wahl sei so zu erwarten gewesen.

Abschneiden der AfD alarmiert Sozialdemokraten

Für einen Newcomer wie ihn sei es schon eine große Herausforderung gewesen, gegen einen erfahrenen Mann wie Meßmann anzutreten. Eine Überraschung sei aber das Abschneiden der AfD, die bei der Bürgermeisterwahl nahezu so viele Stimmen erhalten habe wie die SPD. „Das sollte uns allen zu denken gaben, daran müssen wir arbeiten“, so Haas.

Hier können Sie alle Ereignisse des Wahlabends verfolgen: Liveticker zur Wahl im Landkreis Schwandorf – Aktuelles, Ergebnisse und Reaktionen

AfD-Kandidat Michael Körner, der mit Parteikollegen die Wahlergebnisse im Café Hauser verfolgte, sagte: „Es war vorherzusehen, dass Christian Meßmann das Rennen macht.“ Er gratulierte seinen beiden Kontrahenten zu ihrem Abschneiden und zeigte sich mit seinem eigenen Ergebnis mehr als zufrieden. Körner bedankte sich für den guten Zuspruch und fast 20 Prozent der Stimmen. „Da darf ich mich nicht beschweren“, sagte der 39-Jährige. Er freue sich auf die Zusammenarbeit im Gemeinderat.

Die Wahlparty der CSU fand im ESC-Heim statt. Dort freute sich nicht nur Altbürgermeister Jakob Scharf (4. v. l.), dass es endlich wieder einen „schwarzen“ Bürgermeister in Steinberg am See gibt. - Foto: Petra Beer-Dausch