Wolfgang Kürzinger wird mit über 82 Prozent Bürgermeister in Waldmünchen

Der Favorit hat sich durchgesetzt. Mit 82,3 Prozent oder 3129 Stimmen ist Wolfgang Kürzinger von den Freien Wählern zum Bürgermeister von Waldmünchen gewählt worden. Damit übernimmt er das Amt, das Markus Ackermann (CSU) 16 Jahre inne gehabt hat. Mitbewerberin um den Bürgermeisterposten war Sandra Wittmann SPD. Sie erreichte 17,7 Prozent oder 674 Stimmen und damit einen Achtungserfolg. Die CSU hatte keinen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt.
Umarmung und Küsschen von Ehefrau Andrea, das war die Reaktion als nach 12 von 13 ausgezählten Stimmbezirken der Sieg von Kürzinger feststand. Er selbst hatte auch am Wahlabend lange gezögert seine Favoritenrolle anzunehmen. Die Erfahrung bei zwei vorherigen Wahlen der Unterlegene gewesen zu sein, hatte ihn vorsichtig gemacht, sagte er selbst.
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„Das schaut etz ganz gut aus“, wagte Kürzinger erstmals nach rund der Hälfte der ausgezählten Stimmbezirke und einem Ergebnis um die 80 Prozent zu sagen. Und Sandra Wittmann hoffte da noch auf ein Ergebnis im 20-Prozentturm, ist aber insgesamt hochzufrieden. Einer ihrer Gratulanten bezeichnete sie sogar als „Bürgermeisterin der Herzen“.
Ein kurzer Blick auf die Zahlen vor sechs Jahren. 2020 scheiterte Kürzinger bei der Stichwahl noch knapp am damaligen Amtsinhaber Markus Ackermann. Ackermann kam mit 51,4 Prozent oder 2255 Stimmen ins Amt, während sich Kürzinger mit 48,6 Prozent oder 2132 Stimmen vor sechs Jahren geschlagen geben musste. Diesmal kam Kürzinger mit 82,3 Prozent und damit 997 Stimmen mehr als damals auf den Bürgmeistersessel.
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Mit Manfred Ruhland hatte die SPD 2020 ebenfalls einen Bürgermeister-Bewerber. Er erreichte bei drei Kandidaten 209 Stimmen oder 5,4 Prozent. Sandra Wittmann erzielte 17,7 Prozent und damit 465 Stimmen mehr.
Das offizielle Endergebnis 2026 wurde von Bürgermeister Markus Ackermann verlesen. Dies nutzte Kürzinger, um sich bei Ackermann für seine Amtsführung zu bedanken. Und obwohl er zweimal er Unterlegene gegenüber Ackerman gewesen war, sagte er: „So wie es gewesen ist, passt es!“ Ackermann revanchierte sich mit: „Ich weiß, dass ich die Stadt in gute Hände übergebe.“ Den fairen Wahlkampf aller Parteien betonte Kürzinger auch kurz vor Verkündung des Endergebnisse. „Es gibt heute in Waldmünchen vieler Gewinner“, sagt Kürzinger. Damit meinte er ausdrücklich auch Sandra Wittmann. Beide Kandidaten dankten sich für den fairen Wahlkampf und umarmten sich.
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Das dürfte ganz im Sinne Kürzingers sein, der im Wahlkampf mehrfach die Gemeinsamkeiten der Gruppierungen beschworen hatte und dies auch nach der Wahl so weiterführen will. „Wir haben immer miteinander geredet“, sagte Kürzinger.
Es gibt heute in Waldmünchen vieler Gewinner.Wolfgang Kürzinger, Wahlsieger der Freien Wähler in Waldmünchen
„Ich bin absolut zufrieden“, sagte Sandra Wittmann. Sie habe ihre Entscheidung als Bürgermeisterkandidatin anzutreten an keinem Tag bereut. „Ich bin stolz auf mich!“
Mit welcher Selbstironie Kürzinger sein Ergebnis verarbeitete, zeigt ein Bonmot, dass er zum Besten gab. Beim Wahlgang sei er von einer Wählerin an gesprochen worden, dass es diesmal klappen werde. Kürzinger drauf: Ich habe schon zweimal den Kürzern gezogen:. Die Wählerin antwortete: „Bei dem Namen kein Wunder!“