Wiederholungstäter: 46-Jähriger gesteht Einbruchsserie in Regensburg und Regenstauf

Von André Baumgarten · 26. Februar 2026 um 09:00

Regensburger soll reihenweise in Häuser in und um Regensburg eingestiegen sein – er ließ Franzbranntwein und Almdudler mitgehen, machte aber nur einmal fette Beute. Eine Überwachungskamera und seine DNA an mehreren Tatorten überführten den mehrfach vorbestraften Mann.

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Fast wöchentlich bricht ein 46-Jähriger im vergangenen Jahr in Häuser in und um Regensburg ein. Ein gewiefter Täter ist er nicht – wahlweise scheitert er, wird auf frischer Tat von Überwachungskameras gefilmt oder hinterlässt seine DNA. Nach der letzten Tat im Nachbarlandkreis Schwandorf klickten für ihn die Handschellen. Der Regensburger steht nicht das erste Mal vor Gericht – bei seinen Taten stand er zudem unter Bewährung.

In Regensburg und auch Regenstauf schlug der Mann laut Anklage allein im August sechsmal zu, in der Landkreisgemeinde in einer Nacht sogar in zwei Häusern direkt nacheinander. Teils scheiterte er auf der Suche nach etwas Stehlenswertem schon an der Haustür. Meist erbeutete er nur wenige Hundert Euro oder Franzbranntwein und Almdudler sowie versilbertes Besteck. Einzig bei dem Einbruch in Neufahrn in Niederbayern lohnen sich für ihn wohl die Mühen. Er erbeutet Mitte Juli vergangenen Jahres Sammlermünzen und Uhren im Wert von gut 6000 Euro.

Regensburger steht wegen Einbruchserie vor dem Landgericht

Doch der emotionale Schaden, den der Serieneinbrecher bei den Opfern hinterlässt, ist weit größer. Viele fühlen sich nach solchen Taten nicht mehr wohl in den eigenen vier Wänden. Jemand ist in die Intimsphäre, ihre Wohnung, vorgedrungen. In einem Fall sogar, als die Bewohner zu Hause gewesen sein sollen. Das sitzt tief, wissen auch die Ermittler.

Daher steht die Aufklärung solcher Taten ganz weit oben auf der Agenda der Kriminalpolizei – auch in Regensburg. Sie konnte den polizeibekannten Mann nach der letzten der insgesamt neun angeklagten Taten fassen. Der 46-Jährige wurde von der Überwachungskamera gefilmt und so schnell identifiziert. Für die erneute Einbruchsserie vom Sommer 2025 steht der Regensburger deshalb wieder vor dem Landgericht.

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Die achte Strafkammer zog sich direkt nach Verlesung der Anklage wegen zwei schweren Wohnungseinbruchsdiebstählen, vier Versuchen sowie Diebstahl mit den Verfahrensbeteiligten zu einem Rechtsgespräch zurück. An dessen Ende stand dann eine Verständigung, auch Deal genannt: Für ein Geständnis, das Strafverteidiger Alexander Greithaner für den Mandanten abgab, kann der Angeklagte mit nicht über vier Jahren und vier Monaten Haft rechnen. Zum Serieneinbrecher sei er laut dieser Einlassung geworden, um die Drogensucht zu finanzieren. Wegen fast identischer Taten war er auf Bewährung erst aus dem Gefängnis freigekommen.

Die Staatsanwaltschaft hatte zugestimmt, die versuchten Taten nicht weiter zu verfolgen. Zumal die zu erwartenden Strafen auch nach Ansicht des Landgerichts nicht so erheblich ins Gewicht fallen dürften. Nach dem Geständnis müssen die Opfer, die für morgen als Zeugen geladen worden waren, nicht mehr aussagen. Das Urteil soll erst im März fallen.